3. Semester Elektrotechnische Grundlagen Vielfaches / Teile Vielfaches Bezeichnung Teile Bezeichnung 101 da 10-1 d 102 ha 10-2 c 103 k 10-3 m 106 M 10-6 µ 109 G 10-9 n 1012 T 10-12 p 1015 P 10-15 f SI-Basiseinheiten Meter m l Kilogramm kg m Sekunde s t Ampere A I Kelvin K Elektrischer Strom I in Ampere → Je mehr Elektronen fließen, desto größer ist die Stromstärke Technischer Stromrichtung: + → - Physikalische Stromrichtung: - → +Elektrische Spannung U in Volt → Spannungsquelle besitzt zwei Pole mit unterschiedlichen Ladungen. Minus & Plus Die Spannung U gibt an, wie viel Energie notwendig ist, um den Elektronenunterschied auszugleichen. → Ursache es elektrischen Stroms.Elektrischer Widerstand R in Ω → Freie Ladungsträger stoßen gegen Atome und werden im Fluss gestört. Ohm'sches Gesetz: U = R * IKirchhoff'sche Regeln → Beschreibung der Abhängigkeit von U, I und R. Knotenregel Ströme teilen sich auf, Spannung bleibt gleich. Maschenregel In der Reihenschaltung ist I gleich groß. Reihenschaltung I ist für alle Verbraucher gleich. Parallelschaltung I teilt sich auf. Je größer R desto kleiner I. Spezifischer Widerstand und Leitfähigkeit Länge l Querschnitt A  Spezifischer elektrischer Widerstand/Leitfähigkeit p k Silber 0,016 62,5 Kupfer 0,01786 56,2 Gold 0,023 43,5 Eisen 0,25 10 Elektrische Leistung & Elektrische Arbeit Elektrische Leistung → pro Zeiteinheit verrichtete Arbeit Elektrische Arbeit → U bewegt Ladung Q: Es entsteht W Kabel & Stromleiter Wechselgrößen und Pulsgrößen entspricht dem Spitzenwert im Maximum. Ueff liegt darunter, i.d.R. 230V. Scheinleistung Bei Gleichspannung ist die Scheinleistung gleich der Wirkleistung. Bei Wechselspannung ist sie größer: Die Differenz wird Blindleistung genannt.  Wirkungsgrad Der Quotient aus abgeführter und zugeführter Leistung bestimmt den Wirkungsgrad n. Er ist in der Regel kleiner als 1.Schutzklassen Sicherheitsregeln Freischalten Gegen Wiedereinschalten sichern Spannungsfreiheit feststellen Erden und Kurschließen Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken FI-Schutzschalter Der FI-Schutzschalter schützt den Menschen. Die Sicherung schützt die Leitung. Verhindern, dass ein Fehlerstrom durch den Körper einer Person fließt. Begrenzen auf ungefährlichen Wert. Begrenzen auf ungefährliche Dauer. Gefahren des elektrischen Stroms Physiologisch: 0,5 mA → Keine Empfindung 1 mA → Muskelverkrampfung 50 mA → Herzkammerflimmern → Herzstillstand Wärme: Verbrennungsmarken Gerinnung Bluteiweiß Platzen roter Blutkörperchen Chemisch: Zersetzung Zellflüssigkeit → Vergiftung Die 5 Sicherheitsregeln Spannung abschalten Aus Gefahrenbereich bringen Arzt/Rettungsdienst Verletzungen? Stabile Seitenlage, Schocklage oder Herzmassage Formelsammlung Vielfaches / Teile Vielfaches Bezeichnung Teile Bezeichnung 101 da 10-1 d 102 ha 10-2 c 103 k 10-3 m 106 M 10-6 µ 109 G 10-9 n 1012 T 10-12 p 1015 P 10-15 f Ohm'sches Gesetz U = R * I       I = U / R       R = U / I Kirchhoff I1 + I3 = I2 + I4 + I5 I teilt sich auf, U bleibt gleich I gleich groß Reihenschaltung Parallelschaltung Spezifischer Widerstand und Leitfähigkeit Elektrische Leistung Elektrische Arbeit Effektivwert Scheinleistung   Wirkungsgrad Führung & Personal Eisbergmodell (Sigmund Freud) Auf der 3% Ebene findet die bewusste Kommunikation statt Die Sachebene ist die bewusste uns sichtbare Ebene der Kommunikation. Hier geschehen die Aussagen über Zahlen, Daten und Fakten, aber auch über Gedanken, Gefühle und Wünsche. Es geht hierbei nur um den Inhalt - "Was wird gesprochen" Auf der 97% Ebene findet die unterbewusste Kommunikation statt Die unsichtbare Ebene ist die Beziehungsebene. Hierzu zählt alles was einen als Person ausmacht: Wertvorstellung, Stimmung, Wünsche, Bedürfnisse, Erfahrungen, Ängste, Antrieb... Hierbei geht es um das "Wie wird Kommuniziert" (Gestik, Mimik, Tonfall). Vier Ohren Modell / Nachrichtenquadrat (Schulz von Thun(fisch)) Was bringt uns der Bums? Versuche so klar wie möglich zu Formulieren. Man erwischt die Person gegenüber nicht immer auf der richtigen Ebene. Am besten alle Ebenen abdecken, um Unklarheiten vorzubeugen "Der Drucker funktioniert mich. Du kennst dich doch damit aus, kannst du mir helfen? Ich muss dringend etwas drucken."Drama-Dreieck (Stephen Karpman) Das Dramadreieck ist ein Konzept der Transaktionsanalyse. Es wird dazu genutzt um den Hergang eines Konfliktes zu analysieren. Dabei lässt sich das Modell auf alle zwischenmenschlichen Beziehungen anwenden. Konditionierung (Ivan Pawlow) Seit Pawlow ist bekannt, dass unsere Kommunikations- und Interaktionsmuster überwiegend das Ergebnis einer frühen Konditionierung sind. Pawlows Erkenntnisse Nach den Lehren von Pawlow ist tierisches und menschliches Verhalten größtenteils eine Reaktion auf die Umwelt. Diese These hat Pawlow experimentell bewiesen. Das bekannteste Experiment beschäftigt sich mit dem Verhalten von Hunden. Phasen der Konditionierung Test von Rescorla bzgl. der Vorhersagbarkeit CS: Conditioned Stimulus US: Unconditioned Stimulus Grundmodell der Transaktionsanalyse (Eric Berne) Grundidee In dem Kommunikationsmodell der "Transaktionalen Analyse" wird die Grundeinheit aller sozialen Verbindungen als "Transaktion" bezeichnet. Sofern sich zwei oder mehrere Menschen begegnen, so beginnt früher oder später einer von ihnen zu sprechen oder in irgendeiner Form Notiz von dem anderen zu nehmen. Dieser Vorgang wird "Transaktions-Stimulus" genannt. Reagiert die andere Person auf diesen vorausgegangenen Stimulus, so wird dieser Vorgang Eric Berne zufolge als "Transaktions-Reaktion" bezeichnet. Eltern-Ich Autoritätspersonen ohne Hinterfragen, Elternähnlicher Ankläger, Ansprüche Kind-Ich Impulse (Triebe, Instinkte, Neugierde, Intuition) Wünsche, Intrinsische Motivation Kreativität, Spontanität Erwachsenen-Ich Schiedsrichter zwischen Eltern-Ich (Ansprüche) und Kind-Ich (Wünsche) rationaler Teil der Persönlichkeit -> bewusste Entscheidungen Selektive Wahrnehmung, Mustererkennung & Programme Die selektive Wahrnehmung sorgt dafür, dass nur ein geringer Teil der Eingangsinformationen der tatsächlichen Wahrnehmung zugänglich gemacht wird. Die dann einsetzende Mustererkennung bewirkt eine "Abstraktion des Wesentlichen", wodurch die Informationsmenge nochmals stark verkleinert wird. Die dann aktivierten, in der Vergangenheit gelernten, beziehungsweise konditionierten Programme ermöglichen uns, dass wir in diesen Situationen nahezu "reflexartig" reagieren können.Kommunikationsregeln (Paul Watzlawick) » Man kann nicht nicht kommunizieren. « » Wenn die Vektoren von Reiz und Reaktion im Diagramm parallel verlaufen, ist die Transaktion komplementär (auf der Inhaltsebene sich ergänzend) und kann theoretisch endlos fortdauern. « » Wenn sich die Vektoren von Reiz und Reaktion im Transaktionsdiagramm überkreuzen, findet die Kommunikation ein rasches Ende, es sei denn, einer der Gesprächspartner wechselt den »Ich-Zustand«, so dass eine komplementäre Kommunikation möglich wird. « » Jeder Mensch agiert vor dem Hintergrund seiner persönlichen Prägungen und Erfahrungen! « » Ein verändertes Verhalten ist auch immer Ergebnis einer veränderten Gefühlslage. « » Jede Kommunikation hat einen Inhalts und einen Beziehungsaspekt, derart, dass letztere den ersten bestimmt und daher eine Metakommunikation ist. (Beziehungsebene beeinflusst Inhaltsebene). « » Zirkuläre Kausalität: Kommunikation ist Ursache und Wirkung zugleich! « Das zentrale Lebensproblem (Alfred Adler) Das zentrale Lebensproblem äußere sich in dem Bestreben, sozial anerkannt zu werden und Minderwertigkeitsgefühle auszugleichen, welche vor allem entstünden aus Hilflosigkeit, Entmutigung sowie sozialer oder wirtschaftlicher Benachteiligung. "Menschsein heißt, ein Minderwertigkeitsgefühl zu besitzen, das ständig nach seiner Überwindung drängt." (Alfred Adler) Kompensation Diese Minderwertigkeitsgefühle versucht der Mensch in einem lebenslangen Kampf zum Beispiel durch Geltungs- und Machtbestreben zu überwinden beziehungsweise zu kompensieren. Varianten der Lebensbewältigung Bestätigung der Lebensanschauung Rückzug Provokation Kompensation ... z.B. durch lebenslanges "Bergsteigen" Definition Spiel (Thomas Harris) Eine Vielzahl von Verhaltensspielen, welche wir tagtäglich beobachten können, basierten vermutlich auf den "natürlichen Minderwertigkeitsgefühlen unserer Persönlichkeitsstruktur. Alfred Adler zufolge müsse der Mensch aus seinem Lebensplan heraus verstanden werden. Trick Der Trick besteht darin, dass A bei Spieler B etwas übersieht, missversteht oder verzerrt darstellt. Dies ist ein Köder, der den Auslöser für das Spiel darstellt. Wunder Punkt Wenn Spieler B mit dem Trick an einem wunden Punkt getroffen wurde, dann steigt er in das Spiel ein. Verdeckte Transaktion Nun entsteht eine Transaktion, bei der sowohl eine offene als auch eine verdeckte Transaktion ablaufen. Wechsel des Ich-Zustands Einer der Spieler wechselt vom scheinbar vernünftigen Ich-Zustand in einen anderen Ich-Zustand, und dabei wird die verdeckte Transaktion offenbar (Spieler A wechselt vom fragenden "Erwachsenen-Ich" zum hämischen "Kind-Ich"). Verblüffung Der andere erkennt den Wechsel und reagiert auf das Gesprochene verblüfft oder verärgert. Damit endet in der Regel das Spiel. Nutzeffekt In der Regel enden solche Spiele mit unguten Gefühlen sowohl beim "Verlierer/Opfer" als auch beim "Gewinner/Täter". Berne geht davon aus, dass diese unguten Gefühle zum Teil unbewusst "erwünscht" und "absichtlich" herbeigeführt werden, da sie eine Art der Zuwendung darstellen. Kompensation durch Verhaltensspiele Harris glaubt, dass alle Verhaltensspiele Varianten eines einfachen Kinderspiels seien, welches leicht in jeder Gruppe von Dreijährigen zu beobachten sei. "Meins ist besser als deins" Die Person die das Spiel beginnt wird vorübergehend von ihrer drückenden Bürde der "Nicht-o.k.-Gefühle" (Minderwertigkeitsgefühle) befreit. Umgang mit Spielen Für jedes Spiel gibt es Ausstiegsstrategien. Präventiv besteht die Möglichkeit, Spiele zu umgehen, indem Sie anderen Menschen mit Respekt begegnen und ihnen positive Aufmerksamkeit entgegenbringen. Eric Berne vertritt die Auffassung, dass die meisten Menschen sich diese positive Grundhaltung "erarbeiten" müssten. Seines Erachtens ist sie kennzeichnend für eine echte "Führungspersönlichkeit". Selbst unter widrigen Umständen werden diese Führer/Führerinnen ihre Selbstachtung und die Achtung vor denen, die ihnen anvertraut wurden, nicht verlieren. Eric Berne ist der Überzeugung, dass eine Person, die es schafft, anderen Menschen mit Respekt zu begegnen und auf Spiele zu verzichten, immer ein "Gewinner" sein wird. Struktur des Emotionssystems Handlungs- bzw. Betrugsdreieck Die Dunkle Triade (Delroy L. Paulhus, Kevin M. Williams) Positiver Nutzen des Wiederholverhaltens "Denn der Mensch ist ein soziales Wesen. In der Evolution des Homo Sapiens war es für jedes Individuum überlebenswichtig, die Verbindung zur Horde zu erhalten. Isolation konnte leicht tödlich enden. Erst in der Gruppe gelang es unseren Vorfahren, sich auf Dauer zu behaupten - und die eigenen Gene an eine neue Generation weitergeben." Alle Menschen halten sich bewusst oder unbewusst an den ungeschriebenen Verhaltenscodes der Sippe, um die Zugehörigkeit nicht zu gefährden, z.B.: "Wir haben ein gutes Verhältnis zum Geld." "Wir bekommen alle im Alter von 40 Jahren den ersten Herzinfarkt." Ausprägungen der Zuwendung Unbedingte (bedingungslose) positive Zuwendung Handschlag, Freundschaft Bedingte (verhaltensbezogene) positive Zuwendung "Du hast eine super Klausur geschrieben" Bedingte (verhaltensbezogene) negative Zuwendung "Dieses Projekt hast du echt verhauen" Unbedingte (bedingungslose) negative Zuwendung Hass Warum der Bums? Lob hat in der Personalführung eine wichtige Rolle. Mangelnde Zuwendung führt früher oder später dazu, dass sich Mitarbeiter selber / woanders Feedback holen. Egal ob Negativ oder Positiv. Es geht somit im ersten Moment darum, wahrgenommen zu werden.Maslowsche Bedürfnispyramide (Abraham Maslow) Ein unbefriedigtes Bedürfnis erzeugt Spannungen. Dies motiviert zu Handlungen. Die Menschen streben nach MASLOW immer nach dem nächsthöheren, unbefriedigten Bedürfnis. → Die Menschen werden durch soziale und Wertschätzungsbedürfnisse zur Arbeit motiviert ABER: Die Bedürfnisse können nicht klar eingeordnet werden, die Kategorien überschneiden sich. Es ist so, dass auch nach mehreren Bedürfnissen gleichzeitig gestrebt wird.Herzbergs Zwei-Faktoren-Modell (Frederick Herzberg) Motivatoren führen zu Zufriedenheit und einer erfolgreichen, persönlichen Entwicklung (Anerkennung, Erfolge, ...) Hygienefaktoren lösen keine Zufriedenheit aus. Nichterfüllung führt aber zu Unzufriedenheit (Direkte Gestaltung der Arbeit) → Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung Motivationsmodell (Porter / Lawler) Intrinsische Motivation "Ich schaffe das" inneres Puzzle-Bedürfnis / Challange-Wille / Gruppenzugehörigkeitsbedürfnis Extrinsische Motivation Äußere Reize zur Ansprache intrinsischer Motivation schaffen-> Kritik: gibt es das überhaut? Spricht ja nur intrinsische an... Bedeutung in der Praxis:Räume erhalten/schaffen, die zur Ausprägung der intrinsischen Motivation beitragen. Einfach nicht demotivieren (lassen von der Kacke hier)! Führungsstile und Führungsverhalten und Situative Führung Autoritär Über- und Unterordnungsverhältnis Extrinsische Motivation (durch äußere Anreize) Konkrete, detaillierte Anweisungen Vorgesetzter delegiert nur Ausführungsaufgaben Vorgesetzter trifft autonome Entscheidungen (keine Absprachen) Kontrolle der Arbeitsergebnisse Kooperativ Jeder ist gleich wichtig Eigeninitiative und Arbeitsmotivation (Intrinsische Anreize) Zielvorgaben Selbstständige Planung, Entscheidung und Kontrolle Gemeinsame Entscheidungen & Kontrolle Umfassende Information Laissez-Faire Gewähren lassen ohne Einflussnahme Daher kein Führungsstil im engeren Sinne Demokratisch Chef entscheidet so, dass die Mitarbeiter auch ihre Meinung mit einfließen lassen können. Ergebnis eines demokratischen Führungsverständnisses: Kooperativ Mitarbeiter haben in den Entscheidungsprozessen Mitspracherecht. Sie sind also Bestandteil der Entscheidungsfindung Ergebnis eines kooperativen Führungsverständnisses: Johari-Fenster (Joseph Luft, Harry Ingham) Oder Besser: Überlegungen zur Systemtheorie (Talcott Parsons) Integration (integration) Die sozialen und emotionalen Beziehungen zwischen den Mitgliedern des Systems müssen in Einklang gebracht werden. Auf der Ebene der Gesellschaft geht es hier um die Schaffung der Solidarität im Sinne Durkheims. Zielerreichung (goal-attainment) Das System muss sich in Richtung auf bestimmte Ziele bewegen, welche auch immer das sein mögen. Erhaltung der grundlegenden Orientierungsmuster (pattern-maintenance) Die Motivation und die Wertvorstellungen der Mitglieder müssen ständig gepflegt und erneuert werden, so dass ihre Aktivitäten nicht erlahmen. Anpassung (adaption) Das System muss sich laufend seiner sozialen ebenso wie seiner physischen Umwelt anpassen.Theorie X und Y (Douglas McGregor) Die Fähigkeit eines Vorgesetzten, seine Mitarbeiter zu motivieren, hängt von dessen Menschenbild über sie ab. X - pessimistisch Angeborene Abneigung gegen Arbeit Zwingen, lenken, führen und mit Strafe bedrohen wenig Ehrgeiz, drückt sich vor Verantwortung → Anwendung autoritärer Führung → Scheitern an der Person Y - optimistisch Arbeit zur Quelle der Begeisterung Ziele: Selbstdisziplin & Selbstkontrolle Belohnungen zur Entfaltung der Persönlichkeit Verantwortung übernehmen Vorstellungskraft, Urteilsvermögen Verstand → Kooperativer Führungsstil → Scheitern am Management Integration Ziele und Wünsche der Mitarbeiter Möglichkeiten der Zusammenarbeit Die 4 Lebensanschauungen (Thomas Harris) (1) "Ich bin nicht o.k. - Du bist o.k." (2) "Ich bin nicht o.k. - Du bist nicht o.k." (3) "Ich bin o.k. - Du bist nicht o.k." (4) "Ich bin o.k. - Du bist o.k." zu (1) arrogante, cholerische Führungskräfte : Er fühlt sich nicht o.k. und seine Gegenüber sind viel besser als er. Positiv für Ihn: Er gewährt keinen Einblick in seine inneren zu (2) Empathie Mangel langfristig gefährlich z.B. Autisten zu (3) oft als "Kriminellen-Skript" konnotiert "selbst streichelnd" Personen die nach diesem Motto handeln können sich nicht unterordnen, da sie ihre Gegenüber als "nicht o.k." (oder auch Deppen) empfinden. (Al Capone als Bsp.) zu (4) setzt kognitive Entscheidung voraus positiver Grundgedanke "Man kann mit anderen nur so gut befreundet sein, wie mit sich selbst." (Andreas Tenzer) Vorschlag Eric Berne: "Verzicht auf Spiele" "Ich grüße Dein inneres Wesen!" ...Trennung von "Person" und "Verhalten" "Autorität und Gehorsam - Das Milgram Experiment" Arbeitsblätter - S.32 Milgram Experiment Beim Milgram-Experiment, wurden Menschen im Auftrag einer "Autoritätsperson" dazu gebracht, anderen Personen für falsche Antworten Elektroschocks zu verpassen. Im Zuge des Experiments zeigte sich, dass die ausführenden Personen weit über die "Lebensbedrohliche" Grenze hinaus gingen und somit nahezu blinden Gehorsam aufzeigten. Stellen Sie den Bezug zwischen Konditionierung, innerer Autorität, den von Milgramin den 60-er Jahren durchgeführten Experimente sowie der Personalführung her!Trotz der Lücken des Experiments...... lässt sich der Folgende Bezug herstellen. Innere Autorität und Individuelle Ausprägungen des Eltern-Ichs können uns unterbewusst beeinflussen und Taten legitimieren, die uns bei klarer Betrachtung als unverhältnismäßig vorkommen. Während die Befragungen rund um das Milgram Experiment ergaben, dass niemand so weit gegangen wäre, ist es in dem Experiment dennoch zu starken Umbrüchen gekommen. Auch konditioniertes Verhalten prägt sich somit unterbewusst in unser verhalten ein, und kann sich somit negativ auswirken. Es bleibt insgesamt: "Jeder Mensch agiert vor dem Hintergrund seiner persönlichen Prägungenund Erfahrungen!" hier lässt sich meines Erachtens hinzufügen "- auch unterbewussten, negativen Prägungen" Hervorzuhebende ist hier aber auch, dass das Milgram-Experiment zu einer Zeit durchgeführt wurde, in der der Erziehungsstil heutzutage als stark autoritär definiert werden könnte. Die Ausprägung des Eltern-Ichs und somit die hineinversetzung ins Kind-Ich, folglich "Blinder-Gehorsam", könnten heutzutage aufgrund der Gewandelten Erziehungsweise seltener auftreten.Kontrollfragen und Falkos Senf dazu Im Zusammenhang mit »Führungsmodellen« wird häufig von der Gefahr einer»Ideologisierung« gesprochen. Erläutern Sie dieses!Jeder findet sein (oder sein erwähltes) Modell am besten. Es existiert nicht das eine universelle Modell und diese sind wenn dann auch nicht für jeden "logisch" oder sinnvoll. Die Wahrnehmung einzelner ist schlichtweg unterschiedlich. Wichtiger wäre es hierbei, verschiedene Modelle und die zugrunde gelegten Konzepte zu verstehen, und situativ bestimmte davon anzuwenden. Weshalb handelt es sich bei dem »Laisser-faire-Stil« um keinen Führungsstil im engeren Sinne, wie ihn beispielsweise BRÖCKERMANN verwendet?Beim Laisser-faire-Stil wird das "einfach laufen lassen" zu Grunde gelegt. Man hat als "Anwender" somit eigentlich außer nichts tun nichts zu tun. Führung lässt sich allerdings als gezielte Einflussnahme und Kanalisierung des Verhaltens andere definieren. Hieraus lässt sich ableiten, dass der Laisser-faire-Stil kein Führungsstil ist. Welche grundsätzliche Bedeutung hat die Konditionierung für die Personalführungheute?Konditionierung ist eine Methode, die wissenschaftlich fundiert und als wirksam anerkannt ist. Dennoch sollte sie nicht ohne Reflexion verwendet werden. Eine Belohnung von Positiven verhalten mit Boni oder ähnlichen können sinnvoll und in Ordnung sein, allerdings kann eine - dem Konditionierten unbekannte - Manipulation durchaus als unmoralisch angesehen werden. Das kann beim "auffliegen" zu mehr Schaden als Nutzen führen Weshalb sind gelernte beziehungsweise konditionierte Programme für die Bewältigung von Alltagssituationen so bedeutsam? Es gibt Dinge, denen wir uns manchmal einfach stellen "müssen". Die Methode der Konditionierung kann uns hierbei helfen, insbesondere Unliebsame Aufgaben zu bewältigen. Ich hasse Staubsaugen? -> Nach dem Staubsaugen darf ich mir mein Lieblings-Eis gönnen. Nennen Sie zwei Beispiele für »angeborene Reaktionstendenzen«! Was meint NEUBERGER damit, wenn er im Zusammenhang mit der Konditionierungsagt: "Individualität gerät zum schönen Schein, zur Fassadenkosmetik"? Stellen Sie den Bezug zwischen Konditionierung, innerer Autorität, den von Milgramin den 60-er Jahren durchgeführten Experimente sowie der Personalführung her!Trotz der Lücken des Experiments...... lässt sich der Folgende Bezug herstellen. Innere Autorität und Individuelle Ausprägungen des Eltern-Ichs können uns unterbewusst beeinflussen und taten hervorrufen, die uns bei klarer Betrachtung als unverhältnismäßig vorkommen. Während die Befragungen rund um das Milgram Experiment ergaben, dass niemand so weit gegangen wäre, ist es in dem Experiment dennoch zu starken Umbrüchen gekommen. Auch konditioniertes Verhalten prägt sich somit unterbewusst in unser verhalten ein, und kann sich somit negativ auswirken. Es bleibt insgesamt: "Jeder Mensch agiert vor dem Hintergrund seiner persönlichen Prägungenund Erfahrungen!" hier lässt sich meines Erachtens hinzufügen "- auch unterbewussten, negativen Prägungen" Was verstehen THALER und SUNSTEIN verstehen unter »Nudge«? Welche Chancenund welche Risiken sind mit diesem Konzept verbunden? Mit Nudges sind alle Maßnahmen gemeint, mit denen jemand das Verhalten von Menschen auf vorhersagbarer Weise verändern kann. Nudges sollen somit Verhalten von Menschen steuern. Chancen hiervon sind, das Verhalten von Menschen ins Positive zu lenken (Abbild einer Fliege im Pissoir). "Anstoßen"  Fraglich an diesem Konzept ist aber, ob die Absichten des Manipulierenden "Entscheidungsarchitekten" tatsächlich positiv sind. Auch ist das "Nudgen" eine unterbewusste und heimliche einflussnahme auf andere Personen, und kann somit nicht nur als moralisch verwerflich angesehen werden. Was wird im Allgemeinen unter der »selektiven Wahrnehmung« verstanden undwelche Bedeutung hat diese im Zusammenhang mit dem Thema Führung?Jeder hat seine eigenen Raster und betrachtet und interpretiert Situationen darauf basierend. Hieraus resultiert, dass nicht alle Informationen richtig aufgefasst werden. Insbesondre gilt dies auch, wenn bekanntes (bekannte Muster) damit in Kontext gebracht wird. Eine aussage wie "Zur einreise wird ein Corona-Test benötigt" können unter dem Einfluss der sonst aktuell geltenden Regel "es wird ein negativer Corona-Test" benötigt, missinterpretiert werden. Aus dem Test wird ein negativer Test und somit eine durch selektive Wahrnehmung entstandenen Falsche Wahrheit. Was wird im Allgemeinen unter »Manipulation« verstanden?Die heimliche Beeinflussung von Verhalten. In unserem Sachkontext sei hier festzuhalten, dass jeder aufgrund seiner äußeren Einflüsse immer Manipuliert und somit unterbewusst beeinflusst wird. Ein in der NS-Zeit herangewachsener Mensch kann beispielsweise unter der Manipulation des Nationalsozialismus (z.B. HJ) gestanden haben, und noch heute nicht von der "Falschheit" derer Taten überzeugt sein. Ebenso könne man aber auch grundsätzlich unsere Sozialisierung als Manipulation ansehen. Beispielsweise auch die Auffassung, dass die Nazitaten Gräueltaten sind. Auch wenn dies, so betrachten wir es heute, positive Manipulation ist. Weshalb erscheint es hilfreich, hinsichtlich der Zielerreichung das Ergebnis zu»visualisieren«? Es gibt unterschiedliche Arten Dinge aufzufassen und Wahrzunehmen. Visualisierung kann hier neben der auditiven Wahrnehmung auch das Sehen mit ansprechen und somit zu besseren Verständnis führen. Wir können uns somit - wie es interessanter weise auch oft formuliert wird - ein Bild davon machen und uns dies besser vorstellen. Beschreiben Sie BERNES »Grundmodell« der menschlichen Psyche!Bernes beschriebt die Menschliche Psyche mit seinem Modell der drei Ich-Zustände. Ihm zufolge besitzt der Mensch drei Denkmodelle die je nach Situation und Gefühlslage zum Tragen kommen.Das Eltern ich gilt als die Aufzeichnung der in der ersten fünf Lebensjahren aufgefassten Verhalten und Denkweisen von tragenden Autoritätspersonen (beispielsweise Eltern  usw.)Das Kind Ich sind durch die kindlichen Erfahrungen und Impulse geprägt. Hierzu gehören unter anderem Neugierde Freude Traurigkeit und Instinkte. Es insbesondere auch die kindlichen Reaktionen auf die Reize der Autoritätspersonen.Das Erwachsenen ich als Schiedsrichter zwischen den Zwängen oder Ansprüchen des Eltern-Ichs und den Wünschen des Kind-Ichs. Hierfür ist die kognitive Wahrnehmung und insbesondere das bewusste denken/reflektieren zugrunde gelegt. BERNE beschreibt das Verhalten und Erleben als Ausdruck wechselnder»Ich-Zustände«! Erläutern Sie dieses!Verhalten und Kommunikation kann sich bei einer Personen Situationsbedingt stark ändern. Hierfür sollen die Ich-Zustände verantwortlich sein, durch die der Mensch stätig wechselt. So kann ich in einem Gespräch durch das "nieder gemacht werden" durch eine Autoritätsperson(eltern-Ich) auf die Gegenreaktion in Kind-Ich ebene gebracht werden. Hierfür ist aber auch maßgeblich, dass in einer Person das Eltern-Ich äquivalent ausgeprägt ist. Wenn ich beispielsweise noch nie "nieder gemacht wurde" und somit das Eltern-Ich erlebt habe kann ich nicht dieses Schuldig programm in der Kind-Ich ebene hervorrufen. Eine direkte Ansprache von Ich eben ist somit nicht nur auf die exklusive ausprägung angewiesen, sondern auf das Vorhandensein bestimmter "Programme" und somit insbesondere beider (Kind und Eltern) Ebenen. Welche drei »Ich-Zustände« unterscheidet die »Transaktionale Analyse« undwodurch werden diese determiniert? Siehe 12. In welchem »Ich-Zustand« befindet sich jemand BERNE zufolge, wenn er einVorurteil wiedergibt?Eltern-Ich In welchem »Ich-Zustand« befindet sich jemand BERNE zufolge, wenn er Triebe,Instinkte, Neugier, Freude, Traurigkeit, Intuition usw. ausdrückt? Kind-Ich In welchem »Ich-Zustand« befindet sich der Vorgesetzte BERNE zufolge, wenn erals »elternähnlicher Ankläger« auftritt?Eltern-Ich Welcher »Ich-Zustand« beinhaltet nach BERNE den »rationalen« Teil einer Persönlichkeit?Erwachsenen-Ich Stellen Sie den Zusammenhang her zwischen der »Transaktionalen Analyse« sowie der »Struktur des Emotionssystems: Stimulanz, Dominanz, Balance«. Erläutern und diskutieren Sie das Konzept der sogenannten »intrinsischen« und»extrinsischen« Motivation!Dem Konzept zufolge kann in intrinsische und extrinsische Motivation unterschieden werden. Intrinsische Motivatoren sind die durch innere Bedürfnisse hervorgerufenen Motivatoren. Hierzu können beispielsweise eine grundlegende Neugier und ein "Puzzle-Bedürfnis" aber auch (soziale) Zugehörigkeitsgefühl eine Rolle spielen. Extrinsische Motivation sollen durch äußere und teils bewusste Motivation Motivierend wirken. Kritisch betrachten wird aber angebracht, dass extrinsische Motivatoren auf intrinsische Motivation triggern und somit gar nicht wirklich extrinsische Motivatoren existieren sollen. Welche Bedeutung hat das so genannte »Menschenbild« innerhalb Organisationslehre und -psychologie?Das Menschenbild nach McGregor beschreibt wie eine Führungskraft seine Menschen wahrnimmt und wie sich dies auf Führungsentscheidungen auswirkt. Ihm zufolge lassen sich zwei extreme Festhalten. Der Mensch, der eine fehlende eigenmotivation aufweist und "gegängelt" werden muss. Auf der anderen Seite steht der Mensch, der von innen heraus Motiviert ist und seine Selbstverwirklichung anstrebt. Auch wenn das zweite Modell als realistisches Menschenbild anzusehen ist, hat sich in der Organisationslehre das erste Bild eingeprägt. Dies hat zufolge, dass gelehrte "Mangagementmethoden" auf eine Person des ersten Typs ausgelegt sind und zwänge, strenge Regeln und Strafen zufolge hat. Dies kann zu einer Zirkulären Kausalität führen, und somit Menschen des zweiten Typs in den ersten Typen zwingen. HARRIS beschreibt die Ausbildung einer Persönlichkeit von der zellbiologischen Befruchtung bis zum 6. Lebensjahr. Skizzieren sie die seiner Auffassung nach typische Entwicklung! Worin besteht ADLER zufolge das »zentrale« Lebensproblem? Wie definiert BERNE den Begriff »Spiel«? Verhaltensspiele:a) Welches Verhaltensspiel kann HARRIS zufolge bei vielen Menschen beobachtet werden, mit dem Ziel ihre Minderwertigkeitsgefühle zu kompensieren?b) Erläutern Sie, weshalb HARRIS die Auffassung vertritt, dass derartige Verhaltensspiele zu keiner nachhaltigen Zufriedenheit bei den Betroffenen führenkönnen!c) Weshalb kann man HARRIS zufolge aus einer derartigen Transaktion nur als»Verlierer« hervorgehen? BERNE und HARRIS unterscheiden insgesamt vier Erlebens- und Verhaltensmuster.a) Welchem Verhaltensmuster entspricht die folgende Aussage: "Es ist die Giernach Anerkennung und Streicheleinheiten, die das Management treibt."b) HARRIS beschreibt zwei Varianten, wie Menschen versuchen mit dieser Grundanschauung das Leben zu bewältigen. Erläutern Sie diese!c) BERNE vertritt die Auffassung, dass es sich bei dieser Lebensanschauung umein so genanntes »Verlierer-Skript« handelt. Erläutern Sie dieses! Was meint HARRIS mit der Aussage: »Die meisten Menschen seien auf lebenslanges »Bergsteigen« programmiert«? Innerhalb der »Transaktionalen Analyse« wird das Konzept des »inneren Dialogs«verwendet. Beschreiben und erläutern Sie ein konkretes Gespräch zwischen zweiKollegen, an dem die Bedeutung und Wirkungsweise dieses Konzepts des »innerenDialoges« deutlich wird!Die direkte Ansprache von zum Beispiel Eltern-Ich an Kind-Ich funktioniert nicht direkt. Wen der Chef aus dem Eltern-Ich heraus "Sie haben mal wieder nicht ihre Arbeit gemacht" das Kind-Ich anspricht, passiert dies nicht direkt. Die Aussage des Chefs passiert erst durch das eigene Eltern-Ich. Dort muss dieses "vorwurfsvolle" Programm überhaupt vorhanden sein, damit dies im inneren Dialog an das Kind ich übertragen werden kann. Gleichwohl muss das Kindliche "schuldig" Programm verinnerlicht sein, damit die erwartete Kontra-Antwort generiert werden kann. In einer Kommunikationssituation kommt es zu einer Überkreuzung des »Transaktions-Stimulusses« und der »Transaktions-Reaktion«. Was ist die Folge für den weiteren Gesprächsverlauf?Gespräche mit solchen Überkreuzungen führen entweder zu einem Konfliktgespräch und somit wahrscheinlich zum Ende des Gespräches oder dazu, dass einer seinen Ichzustand wechselt und somit wieder eine komplementäre Transaktion ermöglicht wird. Wie verlaufen der »Transaktions-Stimulus« und die »Transaktions-Reaktion« in einem Konfliktgespräch?Wenn sich Stimulus und Reaktion überkreuzen führt dies in der Regel zu einem Konfliktgespräch. BERNE und HARRIS vertreten die Auffassung, dass Menschen versuchen ihr zentrales Lebensproblem (die Minderwertigkeitsgefühle im Sinne von ADLER) dadurch zumildern bzw. zu kompensieren, dass Sie ein bestimmtes Verhaltensspiel zum Einsatz bringen, welches wir in vielfältiger Form in ganz alltäglichen Kommunikationssituationen immer wieder beobachten können.a) Wie nennt HARRIS dieses Verhaltensspiel?Meins ist besser als deinsb) Erläutern Sie die Aussage: »Es ist unmöglich, aus diesem Verhaltensspiel alsGewinner hervorzugehen«!Selbst wenn sich aus dem Spiel ergibt, dass das eigene besser als das des anderen ist, führt das zu einem dazu der anderen Person "Schaden" zuzufügen. Ebenso ist es aber auch so, dass das nächste Spiel bereits bevorsteht und eine Niederlage den vorherigen Sieg noch mehr zu nichte machen würde.c) Wenn die in Punkt b) getroffene Überlegungen zutreffend ist, welche Konsequenzen sollten daraus hinsichtlich der Mitarbeiterführung abgeleitet werden?Insbesondere aus der Sicht einer Leitungsperson, macht dieses Spiel einfach keinen Sinn. Es gibt vllt einen temporären, persönlichen Gewinn, aber dieses überträgt sich insbesondere nicht auf das Unternehmen und verschlechtert zudem das Verhältnis zwischen Mitarbeiter und Führungskraftd) Kommt es zu einer Eskalation dieser Verhaltensspiele, so sind häufig Krankheiten, Selbstmordgedanken und ähnliches die Folge. Wie lautet der vonLEYMANN geprägte Fachbegriff für dieses »Phänomen«?Sind diese eskalierten Verhaltensspiele auf ein "Opfer" konzentriert, spricht man häufig schnell von Mobbinge) Wie kommt HARRIS zu der Aussage, dass Verhaltensspiele keine nachhaltigeZufriedenheit bewirken?Es kommen immer neue Spiele und sie bekämpfen nur die Wirkung, nicht die Ursache Im so genannten »KARPMAN-Dreieck« bzw. »Drama-Dreieck« werden insgesamtdrei Rollen unterschieden. Nennen Sie die drei Rollen und erläutern Sie, wo für dieBeteiligten der jeweilige Spielgewinn liegen könnte!Täter, Opfer Retter; Meins ist besser als deinsGewinn von…. Opfer: Selbstbestätigung und Aufmerksamkeit, Kontinuität; Täter: Überlegenheit, Macht ; Retter: Überlegenheit "Karma" Anerkennung, Macht INSGESAMT: Zugehörigkeit BERNE vertritt die Auffassung, dass Personen, welche Ihre Mitmenschen als gleichberechtigte Individuen akzeptieren und behandeln sowie bewusst auf Verhaltensspiele verzichten, über ein so genanntes »Gewinner-Skript« verfügen. Erläutern Sie dieses!Sie sind aus dem endlosen Spiel "Meins ist besser als deins" ausgestiegen, und können somit nicht mehr verlieren. Wer nicht verliert kann nur gewinnen. Was bedeutet aus dem Blickwinkel der »Transaktionalen Analyse« die Aussage:»Jeder Mensch agiert vor dem Hintergrund seiner persönlichen Programmierungund Erfahrungen!«?Gleiche Transaktionen können unterschiedliche Reaktionen hervorrufen. Das Bewusstsein über die Hintergründe der anderen Personen können hierdurch hilfreich bei der Transaktion sein. »Der geschlagene Hund liebt seinen Herrn« ist eine Beobachtung aus der Sozialpsychologie. Welche Bedeutung hat diese Aussage im Rahmen der Personalführung? Negative Aufmerksamkeit ist auch Aufmerksamkeit -> Wiederholverhalten; Fehler wiederholen für Aufmerksamkeit. Klöppelspiel -> Autoritär Erläutern und diskutieren Sie das Konzept MASLOWSCHE Bedürfnispyramide.Der Maslowschen Bedürfnispyramide zufolge, strebt der Mensch immer nach einer aktuellen Bedürfnisbefriedigung. Begonnen bei den Physiologischen Bedürfnissen folgen die Sicherheitsbedürfnisse, Sozialen Bedürfnisse, die Wertschätzungsbedürfnisse und abschließend die Selbstverwirklichung. Die höheren werden erst mit der Erfüllung der vorherigen relevant. Kritisch zu betrachten ist aber, dass bei diesem Modell nur ein Bedürfnis zu zeit angestrebt wird. Auch wenn dies vereinfachend wirkt, ist dies in der Praxis nicht so. Experimente zeigten beispielweise, dass auch soziale Bedürfnisse schon früher benötigt werden, nicht erst mit der vollständigen Erfüllung der vorherigen. Erläutern Sie inwieweit das so genannte „JOHARI-Fenster“ sinnvoll im Rahmen derPersonalführung eingesetzt werden kann.Gesamtausleuchtung der Felder und Fenster -> besserer Überblick;; Insbesondere Feedback holen und Informationen geben (Intimsphäre erörtern); Je mehr ich jemanden kenne desto Reibungslosere Arbeit möglich -> Integriert Welche charakteristischen Merkmale werden im Allgemeinen »autoritären« Führungspersonen zugeschrieben? Wodurch wird ein Mensch zur »Autorität« und eine »Führungskraft« zur Führungspersönlichkeit? Im Rahmen der Transaktionsanalyse werden vier Ausprägungen der Zuwendungunterschieden. Nennen und erläutern Sie diese vier Grundsätze und stellen Sie denBezug zur Personalführung her. SCHULZ VON THUN schreibt: "Die Wahrheit beginnt zu zweit. Nicht zufällig sind alleWeisheitsphilosophien dialektisch formuliert." Erläutern Sie diesen Ansatz und stellen Sie den konkreten Bezug zur Personalführung bei. Dialektik: These - Antithese -> Synthese; Balance der Werte; Kompromiss oder Situativ ein Extremum/eine Tendenz; "Die Mitte fühlt sich leicht an" ( das ist eine 6 <--> das ist eine 9    -> Perspektive) Es gibt nicht die eine Wahrheit und nicht die eine richtige Methode »Führungsethik« wird von ULRICH als "... die Bereitschaft zur wahrhaftigen und unvoreingenommenen Bemühung um einen für alle Beteiligten akzeptablen Konsensoder Kompromiß ..." (Quelle: PETER ULRICH, (1981), Seite 68) verstanden. NehmenSie hierzu kritisch Stellung!vollständige Demokratie kann im Unternehmen hinderlich sein; Es wird immer jemanden geben, der dagegen ist. (Interessenskonflikten und Reibungsverlust) Gehalt vs Profit; Geben und Nehmen nicht unendlich; vgl. ABWL Ethisch-Normativ KÖNIGSWIESER und HILLEBRANDT beschreiben ein mechanistisches und systemisches Weltbild. Bitte erläutern Sie diesen Denkansatz. Erläutern und kritisierten Sie HERZBERGS Zwei-Faktoren-Modell. NEUBERGER beschreibt das sogenannte »Dilemmata der Führung«. Bitte erläuternSie, was er mit diesem gedanklichen Konstrukt auszudrücken versucht. Stellen Sie den Zusammenhang her zwischen NEUBERGERS Paradigma der Objektivität, Scientific Management, den Hawthorne-Experimenten, dem Human RelationAnsatz sowie dem Human Resource Management. Welche Erklärungsansätze beschreibt Corinna Schöps in ihrem Beitrag „Warum unsVeränderungen so schwerfallen“ hinsichtlich des Wiederholverhaltens und der Rituale von Menschen und Gemeinschaften? Stellen Sie bitte auch den Zusammenhang zum Thema „Change-Management“ her Erläutern und diskutieren Sie das »Kontinuum des Führungsverhaltens &Situative Führung« nach TANNENBAUM & SCHMIDT. Erläutern und diskutieren Sie die »Theorie X und Y« von MCGREGOR.Kategorisierung X und Y (X = Lauterbach-Opfer); Y braucht Freiheiten usw.. Es geht um die Sichtweise der Führungskräfte. Notizen Häufige Konfliktursache: Ich grüße Schuller nicht, weil ich von ihm keine Infos erhalte! Zirkuläre Kausalität Ich gebe Herrn Meisen keine Informationen, weil er mich nicht grüßt! Lob: Eltern-Ich an Kind-Ich Im Reader: 4, 5, 7, 8, 9, 10, 11, 14, 16 -> KlausurrelevantInstandhaltung & Wartung Maßnahmen innerhalb des Unternehmens → Wartung durch Externe Mitarbeiter benachrichtigen Ausweisen Zeitlich & rechtlich beschränkter Zugriff → Beobachten Vorher: Datensicherung Nach Beendigung: Rechte entfernen, Passwörter ändern Ergebnisse festhalten → Intern ist dies abgeschwächterMaßnahmen außerhalb des Unternehmens → externe Firmen nicht am Firmenstandort Wer Wartungsvertrag + Geheimhaltungspflicht Kennzeichnen Datensicherung, wichtiges löschen (Verpflichtungserklärung) Sichern vor Beschädigung und Diebstahl Passwörter ändern, Virencheck Wartungsarbeiten an PC-Systemen → nur geschultes Personal PC ausschalten, Netzstecker ziehen Sicherheitsschuhe Erdung, statische Ladung vermeiden Alles fest und sicher? Alles angeschlossen? → Einschalten Nicht essen Garantie Leistung beachten Standortwahl Softwarewartung Datensicherung + Start-/Boot-Diskette Komplettimages Platten auf Defekte prüfen Speicherprüfung, Viren, Spione Veränderungen Kontrolle laufender Netze Notwendige Ressourcen Software kontrollieren BIOS Kosten- & Leistungsrechnung Das betriebliche Rechnungswesen Geschäfts- oder Finanzbuchführung→ Schriftliches Festhalten sämtlicher Geschäftsfälle(Dokumentation, Information, Rechenschaftslegung) Kosten- und Leistungsrechnung→ Überwachen des betr. Leistungsprozesses durch Gegenüberstellung der Kosten und Leistungen, Entscheidungsfindung(Kontrolle, Disposition) Statistik→ Tabellarische und graphische Aufbereitung der Daten aus der GBF und KLAR(Disposition) Planungsrechnung→ Erstellen verschiedener Pläne (z.B. Investition, Produktion) aus Daten der GBF, KLR und Statistik(Kontrolle, Disposition)Die Geschäftsbuchführung ist nach gesetzlichen Vorschriften zu erstellen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist sie wenig aussagekräftig.Die Kosten- und Leistungsrechnung wird nur innerhalb eines Betriebs freiwillig erstellt. Das Ergebnis der KLR ist das Betriebsergebnis. Von der GBF zur KLR Die Geschäftsbuchführung (GBF) besteht aus der Bestandsrechnung und der Erfolgsrechnung. Sie wird im Rechnungskreis I (Kontenklassen 0-8) erfasst. Die KLR wird in Rechnungskreis II erfasst (Kontenklasse 9). Die KLR kann auch in einer Ergebnistabelle dargestellt werden. Hier werden nur betriebsbedingte Wertzuwächse und betriebsnotwendige Wertminderungen berücksichtigt. Grundkosten bzw. Zweckaufwand→ Durch den betrieblichen Leistungsprozess entstanden→ Direkte Übernahme aus der GuV(Umsätze aus eigenen Erzeugnissen, Instandhaltung, Provision) Nichtkosten→ Neutrale Kosten gehören nicht in die KLR Betriebsfremd (Nebenerlöse aus Vermietung, Zinserträge, Verluste/Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Betriebsvermögens) Periodenfremd (Auflösung von Rückstellungen, Steuernachzahlungen) Untypisch (Einmalige staatliche Zuschüsse bzw. Sozialplan bei Betriebsstilllegung) Kalkulatorische Kosten→ Müssen durch kostenrechnerische Korrekturen abgegrenzt werdenAnderskosten: Anderer Wert als GuV (Kalkulatorische Zinsen, Kalkulatorische Abschreibungen) Zusatzkosten: Werden nicht in GuV erfasst (kalkulatorischer Unternehmerlohn, Kalkulatorische Miete) Der kalkulatorische Unternehmerlohn fällt nur bei Personengesellschaften und Einzelunternehmen an. Für die kalkulatorischen Zinsen muss zunächst das betriebsnotwendige Kapital ermittelt werden: AV nach kalk. Abschreibungen + UV - Nicht betriebsnotwendiges Vermögen (z.B. Wohnhaus) = Betriebsnotwendiges Vermögen Betriebsnotwendiges Vermögen - zinsfreies Kapital (Verb. L.L.) = Betriebsnotwendiges Kapital Darauf wird der landesübliche Zinssatz angewendet. Auch kalkulatorische Wagnisse müssen in der KLR berücksichtigt werden. Hier wird der Durchschnittswert der Schäden verwendet, die nicht von Versicherungen abgedeckt werden. Beständewagnis (Diebstahl) Anlagewagnis (Brand) Gewährleistungswagnis (Garantie) Vertriebswagnis (Forderungsausfälle) Wegen des Grundsatzes der Stetigkeit des Kostenansatzes wird für kalkulatorische Abschreibungen in der KLR nur die lineare Abschreibung verwendet (teilweise auch nach Maßgabe der Leistung). Außerdem werden die Wiederbeschaffungskosten und eine eigene, festgelegte Nutzungsdauer berücksichtigt. Der Materialaufwand wird in der KLR zu durchschnittlichen Anschaffungskosten berücksichtigt. Ausgaben auf längeren Zeitraum müssen periodengerecht aufgeteilt werden (z.B. Weihnachtsgeld auf 12 Monate).Die Bereiche der Kosten- und Leistungsrechnung Die KLR erfüllt die Aufgaben Kalkulation, Kostenkontrolle und sie dient als Planungs- und Entscheidungsgrundlage. Kostenartenrechnung Übungszettel 2 - Aufgabe 1 + 2 → Zeitvergleich, Betriebsvergleich, Entwicklung Einteilung: → Entstehungsursache Personal Material Vermögen (Zinsen, Wagnisse) Fremdleistungen (Reparaturen) Steuern Förderung → Kalkulatorische Verrechenbarkeit Einzelkosten (können direkt zugeordnet werden) Gemeinkosten (fallen für mehrere oder alle Kostenträger an) → Ausbringung Fixe Kosten (entstehen durch Existenz des Unternehmens) Variable Kosten (proportional, degressiv oder progressiv) Anschließend unterscheidet man noch zwischen Istkosten (tatsächlich angefallen), Normalkosten (durchschnittliche Istkosten) und Plankosten (durch Analyse im Voraus ermittelte Kosten). Gesamtkostenkurve Stückkostenkurve Kostenstellenrechnung Aufteilung der Gemeinkosten auf Kostenstellen (Verursacherprinzip) Vorbereitung der Zuordnung auf Kostenträger Zuerst müssen z.B. nach organisatorischen oder räumlichen Kriterien Kostenstellen gebildet werden. Einige Gemeinkosten können durch verschiedene Belege auf die Kostenstellen aufgeteilt werden. Dies sind Kostenstelleneinzelkosten (z.B. Lohn- und Gehaltslisten).Die Kostenstellengemeinkosten müssen über geeignete Verteilungsschlüssel verteilt werden (z.B. Mitarbeiterzahl). So eine Verteilung übernimmt der Betriebsabrechnungsbogen I (BAB I). Man unterscheidet: Hauptkostenstellen (nach außen wirksam) Hilfskostenstellen (Leistungen zu Hauptkostenstellen) Allgemeine Kostenstellen (Leistungen für alle Kostenstellen) Umlage allgemeiner Kostenstellen auf Hilfs- und Hauptkostenstellen Umlage Hilfskostenstellen auf Hauptkostenstellen Ermittlung der Gemeinkostenzuschlagssätze (GK = Gemeinkosten, EK = Einzelkosten) Beispiel: BAB I Dies ist nur ein einfacher BAB I. Es gibt noch einen erweiterten und einen mehrstufigen BAB I. Den erweiterten* BAB I gibt es in der Industrie: Hier werden mehrere Fertigungshauptkostenstellen und auch Hilfskostenstellen gebildet.Bei einem mehrstufigen** BAB I gibt es die Kostenstellengemeinkosten. Kostenträgerrechnung Übungszettel 3 - Aufgabe 3 + 4 Kostenträger sind z.B. das Produkt, der Auftrag oder die Erzeugnisgruppe. Man unterscheidet zwischen der Kostenträgerzeitrechnung und der Kostenträgerstückrechnung. Kostenträgerzeitrechnung→ Verrechnung aller Kosten der Periode auf die Kostenträger→ Wirtschaftlichkeitskontrolle Dazu müssen die Gemeinkosten auf die Kostenträger verteilt werden. Dies wird mit der Zuschlagskalkulation erreicht. Für Material und Fertigung werden dazu die entsprechenden Kosten ermittelt. Daraus können die Herstellkosten der Produktion und die Herstellkosten des Umsatzes ermittelt werden. Dieses Schema kann weitergeführt werden, um das Kostenträgerblatt (BAB II) zu erhalten. (siehe Folgeseite)Kostenträgerblatt (BAB II) Beispiel BAB II Kostenüber- und -unterdeckung Die Gemeinkosten ändern sich von Monat zu Monat, damit auch die GK-Zuschlagssätze. Daher wird der BAB II mit Normalkostenzuschlagssätzen (Durchschnittswerte) zusätzlich durchgeführt. Mit Normalgemeinkosten-Zuschlagssätzen lassen sich Angebotskalkulationen durchführen. Daher müssen sie regelmäßig neu berechnet werden. Kostenträgerstückrechnung → Selbstkosten pro Produkteinheit→ Grundlage der Preiskalkulation Übungszettel 4 - Aufgabe 1 - 4 (für einstufige & mehrstufige Divisionskalkulation) Einstufige Divisionskalkulation → Einproduktunternehmen ohne Lagerhaltung Mehrstufige Divisionskalkulation → Einproduktunternehmen mit Lagerhaltung Die Äquivalenzziffernrechnung Übungszettel 4 - Aufgabe 5 + 6 → Sortenprodukte Sorten festlegen z.B. nach Gewicht Äquivalenzziffern zuteilen z.B. nach Absatzmenge, meistverkaufte bekommt 1,0 Recheneinheit bilden Menge * Äquivalenzziffer Selbstkosten pro Sorte (Gesamtkosten / Summe RE) * RE der Sorte Selbstkosten pro Stück Selbstkosten pro Sorte / Menge Beispiel: Zuschlagskalkulation Die Zuschlagskalkulation ist für Betriebe, die verschiedene Güter mit verschiedenen Produktionsgängen herstellen. Summarische Zuschlagskalkulation Übungszettel 4 - Aufgabe 7 → kleine Betriebe wie Handwerker Die Gemeinkosten werden insgesamt erfasst. Als Bezugsgröße dient eine Einzelkostenkomponente, die proportional zu den Gemeinkosten passt. (z.B. Fertigungseinzelkosten) 1. Schritt: 2. Schritt: Auftragskalkulation Die differenzierte Zuschlagskalkulation → mittlere und große Betriebe Man unterscheidet die einfache und die erweiterte differenzierte Zuschlagskalkulation Einfach → aus den Daten des BAB I Übungszettel 4 - Aufgabe 8 bis Aufgabe 10 Erweitert → Daten des erweiterten BAB I Das Schema kann fortgeführt werden, um Barverkaufspreis, Zielverkaufspreis und Listenverkaufspreis zu erhalten. Durch Berücksichtigung der Umsatzsteuer erhält man den Rechnungspreis. Die Vorkalkulation → Berechnung des Preises voraussichtlich vor dem Auftrag Dadurch wird ein unverbindlicher Angebotspreis ermittelt (gleich dem LVP). Das Schema zur Kalkulation des LVP wird mit geschätzten Werten für den Materialverbrauch und die Lohnkosten, Normalgemeinkostenzuschlagssätzen und Skonto bzw. Rabatten ausgeführt. Die Nachkalkulation → Berechnung des Istpreises nach dem Auftrag Nach dem Auftrag können die tatsächlichen Verbräuche und die Istgemeinkostenzuschlagssätze ermittelt werden. Hiermit kann mit dem Schema der tatsächliche Verkaufspreis (LVP) ermittelt werden. Die Differenzkalkulation Übungszettel 5 → Korrektur des Gewinnanteils Bei einem verbindlichen Angebotspreis kann der Verkaufspreis nicht korrigiert werden. Daher muss der Gewinnanteil die Differenz ausgleichen. Die Kalkulation von Handelswaren Hier werden die Gemeinkosten als Handlungskosten bezeichnet. Sie sind ein Zuschlag auf die jeweiligen Einzelkosten. Auch hier ergibt sich ein ähnliches Schema: Vorwärtskalkulation Bezugspreis bekannt (Lieferantenseite) von oben nach unten Schema durcharbeiten (Mindestverkaufspreis) Rückwärtskalkulation Angebotspreis bekannt von unten nach oben Schema durcharbeiten (Höchsteinkaufspreis) Differenzkalkulation Einkaufspreis und Angebotspreis bekannt von oben bis Selbstkosten, von unten bis Barverkaufspreis Gewinnmarge Die Nachteile der Vollkostenrechnung Übungszettel 6 - Aufgabe 1 Mit der Kostenträgerstückrechnung folgt eine Umlegung der Kostenträger ohne Berücksichtigung fixer Kostenanteile. Die fixen Kosten werden proportionalisiert. So ist keine kurzfristige Preiskalkulation oder Bestimmung des optimalen Produktions- und Auftragsprogrammes möglich. Preiskalkulation Beispiel aus dem Skript, Seite 23 Fixe Kosten 300.000€, variable Kosten (Stück) 80€, Gewinn 25% Bei geplanter Absatzmenge wird 25% Gewinn erreicht. Bei höherem Absatz wird mehr erreicht, ist der Absatz niedriger wird weniger erreicht. Optimales Auftragsprogramm Die Vollkostenrechnung unterstellt, dass alle Gemeinkosten fixe Kosten und alle Einzelkosten variable Kosten sind. Zur Optimierung des Auftragsprogramms würde man also Auftrag A eliminieren, da er einen negativen Anteil am Betriebsergebnis hat. Hier wird unterstellt, dass auch der Fixkostenblock wegfällt. Tatsächlich ist das nicht so; Die Gemeinkosten fallen trotzdem an. Also zeigt die Vollkostenrechnung keine verursachungsgerechte Austeilung der Gemeinkosten. Sie dient aber als Grundlage für langfristige Kostenkontrolle und Betriebsrechnung. Die Deckungsbeitragsrechnung Übungszettel 6 - Aufgabe 3 Die Deckungsbeitragsrechnung ist ein Teilkostensystem Mit dem Deckungsbeitrag muss der Fixkostenblock abgedeckt werden. Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung Mit der mehrstufigen DB-Rechnung sollen verlustbringende Bereiche erkannt werden. Nachteile: Kostenspaltung Engpassberücksichtigung Vergangenheit Anwendungsmöglichkeiten der Deckungsbeitragsrechnung Übungszettel 7 - Aufgabe 1 bis Aufgabe 5 1. Produktionsprogramm ohne Kapazitätsschranken Das Auswahlkriterium ist die positive Deckungsspanne. Bei negativer db wird das Produkt vom Markt genommen. Für das Produkt mit der besten db sollte am meisten Werbung geschaltet werden. 2. Produktionsprogramm mit Kapazitätsschranken Das Produkt mit der größeren relativen Deckungsspanne wird voll produziert (hier B 150mal). Das andere Produkt füllt die restliche Zeit. z.B. 300min / 5 min = 60 → Produkt A wird 60x produziert. 3. Eigenfertigung oder Fremdbezug ohne Kapazitätsschranken Hier wird der Einstandspreis mit den variablen Herstellkosten verglichen. Das günstigere wird genommen. Einstandspreis: Netto Kaufpreis + Nebenkosten var. Herstellkosten: Materialkosten + Fertigungskosten - fixe Kosten 4. Eigenfertigung oder Fremdbezug mit Kapazitätsschranken Im folgenden Beispiel können B, C oder D zugekauft werden. Zuerst werden maximale Absatzmenge und Kapazitätsbeanspruchung zusammengetragen. Dann wird die Deckungsspanne bei Eigenfertigung und Fremdbezug ermittelt. Daraus lässt sich der Deckungsbeitragsvorteil ermitteln. B hat keinen Vorteil bei Eigenfertigung, es wird also zugekauft. Für die anderen wird der relative Deckungsbeitragsvorteil berechnet. Er ist das größte Auswahlkriterium. So wird nach der Rangfolge das Kapazitätsprogramm ausgeschöpft. Solange der Deckungsbeitragsvorteil positiv ist, lohnt sich die eigene Herstellung. Das optimale Produktionsprogramm sollte damit wie folgt aussehen: (Produkt A schöpft zum Schluss die Restkapazität von 240 h aus.) Die Plankostenrechnung Plankosten werden vor der Durchführung bestimmter Tätigkeiten auf Basis genauer Arbeitsablauf-, Arbeitszeit- und Verbrauchsstudien erstellt. Die starre Plankostenrechnung Hier wird nicht zwischen fixen und variablen Kosten unterschieden. Die geplanten Kosten für die geplante Beschäftigung einer Kostenstelle werden vorgegeben. So kann keine Beschäftigungskorrektur im Nachhinein vorgenommen werden. Beispiel Kostenstellenplan Planbezugsgröße: Fertigungslohnstunden Planbeschäftigung: 3.000 Lohnstunden Kostenart Planverrechnungs- menge Planpreis / Einheit Plankosten Fertigungslöhne 3.000h 28€ 84.000€ Hilfslöhne 1.904h 25€ 47.600€ Betriebsstoffe 400kg 9€ 3.600€ Reparaturen 8.200€ Summe 143.400€ Die flexible Plankostenrechnung Hier wird zwischen fixen und variablen Kosten unterscheiden. Ein Variator gibt an, wie die Kostenspaltung vorzunehmen ist. 0 (fix) - 1 (var) Nun kann ein Plankostenverrechnungssatz (PVS) ermittelt werden: PVS = Gesamte Plankosten / Planbeschäftigung = 150.600€ / 3000h = 50,20€/h Plankalkulation Die Planselbstkosten werden mit bekanntem Schema berechnet. Dabei wird der Fertigungsgemeinkostenzuschlagssatz durch den Plankostenverrechnungssatz ersetzt. Planfertigungskosten = PKVS / 60min * l                    l = Leistungseinheit in min Soll-Ist-Vergleich Zunächst werden die Istkosten zu Planpreisen ermittelt. Dazu wird jeweils der tatsächliche Verbrauch mit dem Planpreis multipliziert. Hilfslöhne: 25€ * 2108 h = 52.700€ Insgesamt sind also 140.000€ Istkosten angefallen. Nun werden die Sollkosten berechnet, wobei die variablen Kosten nur zu 80% (2400 / 3000 = 80%) berücksichtigt werden. Nun ergeben sich die Abweichungen: Die Verbrauchsabweichung muss die Kostenstelle vertreten. Gemeinsam ergibt sich die Gesamtabweichung. Skizze: Abweichungsanalyse Durch eine genaue Gegenüberstellung der Sollkosten mit den Istkosten erkennt man Kostenarten mit größeren Abweichungen und kann der Ursache nachgehen.Controlling Definition Controlling meint kontrollieren, steuern, führen, planen, koordinieren und informieren. Es kann aus drei Blickwinkeln betrachtet werden. Funktional → Welche Aufgaben? Institutionell → Wie einbauen? Instrumentell → Werkzeuge? Funktional → Welche Aufgaben? Das Controlling dient der Entscheidungsfindung zur Erreichung der Unternehmensziele. Dies umfasst Planung, Kontrolle, Analyse und Informationsbeschaffung. Im Bereich der Planung werden Teilpläne erstellt und zu einem Gesamtplan zusammengestellt. Der Vergleich der Plan- und Ist-Daten wird eine Abweichungsanalyse erstellt. Weitere Aufgaben: Prognosen Informationen sammeln Berichte Steuerung und Korrektur Einteilung nach betrieblichen Funktionen Funktion Personalcontrolling Bedarf Führung Lohn Beschaffungscontrolling (im Einkauf) Planung Steuerung Überwachung Absatz- oder Marketingcontrolling Marketing neue Märkte Zeit Operativ kurz-, mittelfristig Liquidität, Rentabilität, Wirtschaftlichkeit Strategisch langfristige Existenzsicherung rechtlich, politisch, wirtschaftlich Institutionell → Wie einbauen? Instrumentell → Werkzeuge? Information, Planung und Kontrolle durch: Budgetierung → Sollwerte Soll-Ist-Vergleich → Plandaten zu Ist-Daten, Abweichungsanalyse Berichtswesen → Sammlung, Auswertung, Bereitstellung von Informationen Kennzahlen Budgetierung → Zusammenfassung aller Ziel-, Strategie- und Maßnahmenplanungen und die daraus abgeleiteten Budgetwerte für alle Abteilungen. fixes Budget: beschränkt auf bestimmten Betrag für Abteilungen, bei denen sich die Kosten nicht verändern bei anderem Beschäftigungsgrad flexible Budgets: fixe und variable Bestandteile in Abhängigkeit des Beschäftigungsgrades Die Planung kann von unten nach oben (bottom up) oder von oben nach unten (top down) passieren. Soll-Ist-Vergleich und Abweichungsanalyse Der Soll-Ist-Vergleich passiert im Rahmen der Plankostenrechnung. Er dient der Budgetkontrolle und der Sicherung von Rentabilität und Liquidität. Außerdem sind Abweichungsanalysen zur Fehlerkorrektur gut. Informations- und Berichtswesen Das Berichtswesen stellt Entscheidungsträgern relevante Informationen zur richtigen Zeit, Ort und mit den richtigen Inhalten zur Verfügung, um das Unternehmensgeschehen transparent zu machen. Die Informationen müssen sachlich richtig anschaulich, empfängerorientiert so wenig wie möglich, so viel wie nötig sein. Welche Inhalte? Standartberichte → regelmäßige Informationen Bedarfsberichte → besondere Anlässe, Anforderung Abweichungsanalyse → starke Abweichung von Ist-Daten Gestaltung schriftlich oder mündlich grafisch Welcher Zeitpunkt? abhängig vom Einzelfall häufig mehrere Termine Unklarheiten im Gespräch klären Kennzahlensysteme Man unterscheidet absolute (z.B. kg) und relative (%) Kennzahlen, die sich entweder nur auf eine Periode oder auf die gesamte Lebensdauer beziehen. Die Kennzahlen werden im nächsten Abschnitt genauer beschrieben. Kennzahlensysteme Wirtschaftlichkeit → Einhaltung ökonomisches Prinzip Je größer, desto besser die Wirtschaftlichkeit Produktivität → Ergiebigkeit des Faktoreinsatzes → Erst aussagekräftig bei Vergleich von Unternehmen ähnlicher Struktur oder als Zeitvergleich. Rentabilität → Periodenerfolg zu anderen betrieblichen Größen Kommunikationsnetze & deren Dienste Der Weg vom Client zum Server OSI- und TCP/IP-Modell OSI-Modell Merksatz: Alle deutschen Studenten trinken verschiedene Sorten Bier. TCP/IP-Modell Merksatz: Andy Tanzt Nie Disco-Fox. (N = Netzwerk, D = Data Link)Server, Client und Router im TCP/IP-Modell Was auf der selben Schicht liegt, ist gegeneinander austauschbar (z.B. Webserver und Browser). Die Transportschicht wählt die Anwendung aus, während die Internetschicht die Routingentscheidung trifft. Hier wird die entsprechende Netzwerkkarte ausgewählt.Protokolle Der Client baut zunächst ein Datenpaket aus verschiedenen Headern mit Hilfe der folgenden Protokolle zusammen: HTTP Als Sprache für den Webserver TCP mit Source-Port und Destination-Port. Die Portnummern werden bei Start des Gerätes vom Betriebssystem verteilt. Dabei sollte auf Port-Standards der IANA geachtet werden: HTTP verwendet bspw. oft den Port 80 (serverseitig). IP mit Source-IP-Adresse und Destination-IP-Adresse. Die Destination-IP-Adresse kann mit Hilfe DNS ermittelt werden. Eth (Ethernet) mit Source-MAC-Adresse und Destination-MAC-Adresse. Das Ziel in diesem Fall ist nur der nächste Router, denn das Ethernet-Protokoll bringt das Datenpaket lediglich einen Schritt weiter in Richtung Ziel. Wird nun die Internetschicht des ersten Routers erreicht, werden Ethernet-Header und -Trailer abgeschnitten. Anschließend wird anhand der Informationen im IP-Header eine Routing-Entscheidung getroffen. Danach werden mit dem entsprechenden NIC ein neuer Ethernet-Header und -Trailer angehängt. Das Datenpaket nimmt den nächsten Teilschritt auf dem Weg in Richtung Ziel. Beim Server angekommen werden die entsprechenden Header beim Durchlauf der Schichten von unten nach oben abgeschnitten, sodass beim Webserver nur noch der HTTP-Header ankommt. Für die Antwort werden IP-Adresse und Port des Clients zwischengespeichert. Protokolle auf der gleichen Schicht sind gegeneinander austauschbar. HTTPS -> sichere Verbindung durch verschlüsselten Header TCP -> '3-Way-Handshake' SYN+ACK, zuverlässige Verbindung, Fehlermeldung bei Nichtzustellung UDP -> direkt drauf los (Streaming) Genauere Betrachtung der Header Die Zusammensetzung der einzelnen Header finden sich in RFCs (Request for Comments) IPv4-Header TCP-Header UDP-Header IPv4-Header 32 Bit lang Version (4 Bit) Protocol (8 Bit) Source Address (32 Bit) Destination Address (32 Bit) 'Time to live' im IPv4-Header Durch eine falsche Routing-Entscheidung könnte eine Schleife entstehen. Durch die 'Time to live' wird bei jedem passierten Router der Zähler dieses Wertes um 1 reduziert. Erreicht der Zähler die 0, wird das Datenpaket vom Router verworfen, damit es nicht sinnlos im Netz verweilt. TCP-Header Source-Port (16 Bit) Destination-Port (16 Bit) Verifizierung der Pakete durch Prüfsumme UDP-Header Source-Port (16 Bit) Destination-Port (16 Bit) Beginnt wie TCP-Header ICMP → Internet Control Message Protocol Informiert über verschiedene Fehler durch Austausch von Steuerungsnachrichten Destination Unreachable Source Quench (Quelle löschen) Parameter Problem Time Exceeded innerhalb der Daten des IP-Headers CSMA → Carrier Sense Multiple Access Das CSMA dient der Überwachung des Kabels bei mehrfachem Zugriff, um Kollisionen zu vermeiden. Es gibt diese Technik in zwei Ausführungen: Für LAN (CD: Collision Detection) und für WLAN (CA: Collision Avoidance). CSMA/CD Ein HUB sendet ein Paket an alle angeschlossenen Geräte weiter. Die Empfänger prüfen die MAC-Adresse: Ist das Paket nicht für sie, wird es verworfen. Problem: Werden mehrere Pakete gleichzeitig versendet, kommt es zu einer Kollision, die Daten werden unbrauchbar. Lösung: Die Geräte hören, ob der Übertragungskanal frei ist, bevor sie senden. (→ Listen before Talk) Wenn zwei Geräte gleichzeitig hören und der Kanal frei ist, beginnen sie zu senden und es kommt zu einer Kollision. Das falsche Signal kommt bei den Sendern an. Sie hören auf zu senden. Nach einer Zufallszeit wird weiter gehört und gesendet. CSMA/CA Senden mehrere Geräte gleichzeitig, kommt es zu Interferenzen. Die Daten werden unbrauchbar. Um dies zu vermeiden soll auch hier gehört werden. Die Daten werden durch ein ACK bestätigt. Dies läuft ähnlich ab wie bei LAN: Nach dem ACK wird eine Zeit gewartet und weiter gesendet. Hidden Station Problem S1 bekommt nichts von den Daten von S2 mit. Durch das ACK-Paket vom Access-Point weiß S1 aber, dass gesendet wird. Deshalb wird zuerst ein Request to Send abgesendet. Ist der Kanal frei, antwortet der Access Point mit einem Clear to Send, das auch S2 mitbekommt. S2 weiß nun, dass bis zum nächsten ACK-Paket der Kanal belegt ist. Nach dem ACK warten S1 und S2 eine vorgegebene Zeit, plus eine Zufallszeit, bevor sie eine RTS senden. SIFS Short Interframe Space Damit keine andere Station dazwischen sendet DIFS Distributed Coordination Function Interframe Space Längerer Sendeabstand zum letzten Frame Die vom Frame selbst generierte Zufallszahl wird bis 0 runterzählt. Wenn 0 erreicht ist, wird gesendet. Routing Dort wo zwei Netze aufeinander treffen, befindet sich ein Router. Router verbinden Netze. Im Betriebssystem wird die Routing-Entscheidung getroffen: Ist das Ziel im eigenen Netz? → Direkt zustellen Wo ist die nächste Schnittstelle? → Standardgateway Die Routingtabelle Die Ziel-Adresse wird durch AND-Verknüpfungen Zeile für Zeile mit der Routingtabelle verglichen, um die Routing-Entscheidung zu treffen. ARP - Address Resolution Protocol Ist die Routing-Entscheidung getroffen, wird der Ethernet-Header zusammengestellt. Dazu werden Quell-MAC-Adresse und Ziel-MAC-Adresse benötigt. Die Ziel-MAC-Adresse wird mit ARP herausgefunden. Dazu sendet der PC einen ARP-Broadcast an alle Geräte im gleichen Netzwerk. Dafür wird eine einheitliche MAC-Adresse verwendet, die binär nur aus 1en besteht. Das passende Gerät sendet eine ARP-Response mit seiner MAC-Adresse zurück. Der PC kann den Ethernet-Header vervollständigen. Die MAC-Adresse wird für 20 min im ARP-Cache gespeichert, um Zeit und Datenverkehr beim Versenden von weiteren Datenpaketen an den gleichen Adressaten zu verringern.DNS - Domain Name System Mit DNS kann der Teil www.ibs-ol.de (Auch FQDN bzw. Hostname genannt) in die IP-Adresse des dahinter stehenden Servers umgewandelt werden. Dazu wird ein DNS-Server benötigt. Es gibt auch einen DNS-Cache.DSL - Digital Subscriber Line Einfluss der Kabeldämpfung Je kleiner die Frequenz, desto größer ist der Einfluss der Kabeldämpfung (gerade im Uploadbereich). Je länger das Kupferkabel ("letzte Meile"), desto größer ist die Kabeldämpfung.Telefon POTS - Plain old Telephone (Gutes altes Telefon) → Nutzt die großen Frequenzen im DSL-Bereich Puls-Code-Modulation → Sprache in digitale Informationen umwandeln Früher beim analogen Telefon traf der Luftdruck aus der Sprache auf eine Membran, die ein elektrisches Signal erzeugte (elektrische Schwingungen). Dies wurde über eine exklusive Leitung übertragen. Heute funktioniert das Mikrofon mit dem Luftdruck und der Membran noch gleich. Die elektrischen Signale werden bei ISDN etwa 8.000 mal pro Sekunde abgetastet und in Binärcode umgewandelt. Stufen definieren Abtastrate definieren (konstant) PAM-Stufen zeichnen Werte ablesen Bitfolge bilden (PCM-Signal) Dieses Signal wird als Datenpaket übertragen. In der Realität wird hier NICHT-LINEAR gearbeitet: In der Mitte um die x-Achse wird sehr fein mit sehr kleinen Stufen gearbeitet. Nach außen hin werden die Stufen größer. Bessere Sprachqualität Voice over IP (VoIP) Voice over IP meint das Telefonieren über das Internet zwischen Telefonen aber auch zwischen PCs (z.B. Skype). Da es sich um eine Echtzeit-Interaktion handelt, sind die Qualitätsanforderungen (Sprachqualität, Geschwindigkeit) sehr hoch. Protokolle RTP Real Time Transport Protocol Kontinuierliche Übertragung audiovisueller Daten über ein IP-Netzwerk UDP aufsetzend, Zusammenarbeit mit RTCP RTCP Real Time Control Protocol Quality of Service (QoS) durch Steuerungsnachrichten Identifikation der Teilnehmer Steuerung RTCP-Bandbreite SIP Session Initiation Protocol Steuerung, Aufbau und Abbau der Kommunikationssitzung User Agent (Anwender) 1. A → B (UAA initiiert SIP Anforderung) 2. B → A (UAA bearbeitet und antwortet) SIP-Server 1. Registrar (Adressen der Benutzer) 2. Redirect (Anfragen und Mitteilung, wie bestimmte Endgeräte zu erreichen sind) 3. Proxy (Anforderungen entgegen nehmen und weiterleiten) Ein Datenpaket für Telefonie sieht wie folgt aus: Mobilfunk MSC Volldigitale Vermittlungsstelle. Schnittstelle zwischen Funknetz und Telefonfestnetz. Beinhaltet VLR. HLR beinhaltet Vertragsdaten VLR Kopie der Vertragsdaten lokal im MSC hinterlegt. (z.B. beim Einloggen bei einem Provider im Ausland) Speichert über welchen BTS ein Gerät verbunden ist. BTS Handy loggt sich beim BTS mit der besten Verbindungsqualität ein. Wie läuft ein beispielhaftes Telefonat ab? Handy A tippt eine Rufnummer ein und drückt auf den grünen Hörer. BTS (Mit dem Handy A aktuell kommuniziert) gibt Information an BSC (lediglich eine Verbindungskomponente), dieser an das MSC. Hier wird festgestellt, dass Handy B im gleichen VLR angemeldet und damit erreichbar ist. Es wird im VLR abgefragt mit welchem BTS Handy B verbunden ist. Damit wird der Anruf bzw. die Verbindung mit dem jeweiligen BTS bzw. Handy B hergestellt. Wirtschaftsprivatrecht Einführung Beim öffentlichen Recht hat man ein Über- (Staat) und Unterordnungsverhältnis (Bürger). Es beinhaltet Gebote und Verbote. Bei Nichteinhaltung führt es zu Sanktionen. Beim zivilen Recht sind alle Personen auf Augenhöhe. Sie haben gegenseitige Rechte und Pflichten (Ansprüche und Forderungen).Sachen & Rechte Sachen sind körperliche Gegenstände. Man kann sie anfassen. Tiere sind keine Sachen, werden aber wie Sachen behandelt. Es gibt: Bewegliche Sachen Unbewegliche Sachen (z.B. Immobilien) Rechte sind nicht körperliche Gegenstände (z.B. Lizenzen). Man kann sie nicht anfassen. Sie werden durch Abtretung übertragen. Vom Inhaber auf den Erwerber. Dieser wird der neue Inhaber des Rechts. Der Besitz einer Sache bedeutet die tatsächliche Gewalt über die Sache. Der Eigentümer hat die rechtliche Gewalt (Ihm gehört die Sache). Der Eigentümer kann vom Besitzer eine Herausgabe verlangen. Findet man eine Sache, muss man Sie bei der zuständigen Behörde (Fundbüro) anzeigen. Hat der Eigentümer sich nach 6 Monaten nicht gemeldet, wird der Finder zum Eigentümer.Rechtsgeschäfte & Verträge Es gibt einseitige und mehrseitige Rechtsgeschäfte. Ein Vertrag kommt durch mindestens zwei übereinstimmende Willenserklärungen zustande. Wenn die Willenserklärungen nicht übereinstimmen, spricht man von Dissens, ansonsten von Konsens. Es gibt zwei Arten von Zustimmung: (vor Rechtsgeschäft) Einwilligung (nach Rechtsgeschäft) Genehmigung Personen Natürliche Person alle Menschen ohne Ausnahme Name Wohnsitz Juristische Person Zusammenschluss von natürlichen und/oder juristischen Personen mit/ohne Kapital, um ein gemeinsames Ziel/Zweck zu verfolgen Firma Sitz Die Rechtsfähigkeit einer Person ist die Fähigkeit, Rechte und Pflichten zu haben. Bei einer natürlichen Person beginnt sie mit der Geburt und endet mit dem Tod. Bei einer Kapitalgesellschaft beginnt sie mit der Eintragung ins Handelsregister und endet mit der Austragung. Bei einer Personengesellschaft beginnt sie mit dem Abschluss des Gesellschaftervertrages und endet mit der Beendigung. Die Geschäftsfähigkeit einer Person ist die Fähigkeit, wirksame Rechtsgeschäfte abzuschließen. Natürliche Personen sind zum Teil nicht oder nur beschränkt fähig, wirksame Rechtsgeschäfte abzuschließen. 0 - 6    nicht geschäftsfähig 7 - 17  beschränkt geschäftsfähig (wirksam mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten) 18 +    voll geschäftsfähig Willenserklärung Eine Willenserklärung ist der Wille einer Person, sich rechtlich binden zu wollen. (jur. und nat.). Wichtig ist, dass der Inhalt und nicht der buchstäbliche Wortlaut aus Sicht eines objektiven Beobachters erforscht wird. Eine Willenserklärung kann ausdrücklich erfolgen, wobei das juristische Wort zu benennen ist: Kündigung Einwilligung Sie kann aber auch schlüssig aus dem Verhalten der Person und den Umständen entnommen werden: Vertragsende Einverständnis Schweigen heißt nicht sagen und nichts tun. Daher kann Schweigen keine Willenserklärung sein. Die Willenserklärung wird bei Zugang wirksam, sie muss in den persönlichen Bereich der Person gelangen, sodass sie davon unter vernünftigen Umständen Kenntnis nehmen kann. Dies gilt aber nur zu den normalen Arbeitszeiten bzw. Öffnungszeiten der Person. Beispiele: Eine Anzeige in der Zeitung oder im Internet ist kein Angebot, da man nicht weiß, an wen man sich bindet. Es ist nur eine Einladung, eine Willenserklärung abzugeben (invitatio ad offerendum). Bei der Auktion in eBay handelt es sich um ein Angebot. Es ist die Willenserklärung, an den Höchstbietenden zu verkaufen.Form eines Vertrages Neben der mündlichen Form kann ein Vertrag noch weitere Formen haben: schriftlich → in Worten niedergelegt, mit der Hand unterschrieben (nur original) notarielle Beglaubigung → Notar ist bei der Unterschrift dabei und bestätigt, dass es sich um die richtigen Personen handelt. notarielle Beurkundung → Notar gestaltet die Beurkundung inhaltlich → Beglaubigung Wenn die Form nicht eingehalten wird, gilt der Vertrag/die Willenserklärung als nichtig.Vertragspflichten In einem Vertrag gibt es immer Hauptpflichten und Nebenpflichten. Die Hauptpflichten werden bei Vertragsschluss von beiden Vertragspartnern ausgehandelt. Sie sollten immer möglichst klar sein, um eine klare Rechtslage zu schaffen. → z.B. Fernseher für 1.500€ (Ware gegen Geld) Die Nebenpflichten sind automatisch in jedem Vertrag enthalten. Sie gelten bereits in der Anbahnungsphase des Vertrages (Culpa in contrahendo, c.i.c.), auch wenn er doch nicht zu Stande kommt. Sorgfaltspflicht → Gefahrenquellen vermeiden (z.B. hochstehende Fliese) Aufklärungspflicht → Hinweis auf Gefahrenquellen (z.B. 'Vorsicht, frisch gewischt!') Obhutspflicht → Aufpassen auf Eigentum (z.B. Garderobe) Viele befreien sich durch das Schild 'für Garderobe keine Haftung' von der Obhutspflicht.Schadensersatz Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)§ 280 Schadensersatz wegen Pflichtverletzung Es gibt vertraglichen und außervertraglichen Schadensersatz. Vertraglicher Schadensersatz kann bei der Verletzung einer Vertragspflicht verlangt werden, falls ein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist. Außervertraglicher Schadensersatz kann bei der Verletzung eines Schutzgutes wie Leben, Körper oder Gesundheit verlangt werden. Wirtschaftsrelevante Schutzgüter sind: Eigentum Eingerichteter und ausgeübter Gewerbebetrieb Firma Bild Geschriebenes und gesprochenes Wort Das Vermögen ist kein Schutzgut. Ein Verschulden ist ein vorsätzliches oder fahrlässiges Verhalten, das jemandem einen Schaden zufügt. Als Vorsatz bezeichnet man absichtliches Verhalten. Fahrlässigkeit ist ein Verschulden, dass durch Unachtsamkeit verursacht wird. Wenn ein Arbeitnehmer während der Arbeit jemand anderem einen Schaden zufügt, kann der Arbeitgeber dafür haften. Dieser kann sich damit entschuldigen, dass er den Arbeitnehmer sorgfältig ausgewählt hat. Ein Tierhalter haftet immer für Schäden, die sein Tier jemandem zufügt.Rücktritt Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)§ 323 Rücktritt wegen nicht oder nicht vertragsgemäß erbrachter Leistung Der Rücktritt bzw. die Kündigung ist eine Beendigung des Vertragsverhältnisses. Wenn der Schuldner eine Leistung nicht oder nicht zufriedenstellend erbringt oder eine Pflicht verletzt, kann man vom Vertrag zurücktreten. Zuvor muss man dem Schuldner die Chance zur Nacherfüllung innerhalb einer angemessenen Frist geben. Diese muss nicht gesetzt werden bei Fixgeschäften (Leistungszeit wird festgelegt). Bei einem Fixgeschäft wird eine Frist oder ein Termin im Vertrag gesetzt. Verweigerung Termingerechte Leistung Besondere Umstände Der Rücktritt beginnt durch eine Fristsetzung (angenähert an den Lieferungsfristen) und die Androhung des Rücktritts. Nach abgelaufener Frist erfolgt eine ausdrückliche oder schlüssige Rücktrittserklärung.Verzug Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)§ 286 Verzug des Schuldners Grundsätzlich gerät ein Vertragspartner in Verzug, wenn er von einem anderen Vertragspartner durch eine Mahnung ausdrücklich oder schlüssig in Verzug gesetzt wird. Die Mahnung ist nicht erforderlich, wenn: Ein Fixgeschäft vorliegt Bei einer Geldforderung 30 Tage nach Zugang der Rechnung Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)§ 288 Verzugszinsen und sonstiger Verzugsschaden Die Verzugszinsen liegen 5% bzw. zwischen Unternehmen 9% über dem Basiszins. Wenn der Gläubiger wegen Zahlungsschwierigkeiten einen Kredit aufnehmen muss und der Zinssatz höher ist, kann man diesen höheren Zinssatz vom Verzugsschuldner verlangen. Außerdem zum Verzugsschaden gehören alle Gerichtskosten, Anwaltskosten und Material.AGBs Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)§ 305 Einbeziehung Allgemeiner Geschäftsbedingungen in den Vertrag§ 306 - 310 erweitern diesen Allgemeine Geschäftsbedingungen sind für eine Vielzahl vorformulierter Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei einer anderen stellt. → z.B. bei Arbeitsvertrag oder Fitnessstudio AGB gehören zu dem Hauptteil des Vertrages und gelten ab Vertragsschluss. Wichtig: Ausdrücklicher oder deutlich sichtbarer Hinweis am Orte des Vertragsschlusses. Kenntnisnahme auch mit Behinderung (Schild klein genug für kleine Menschen) Einverständnis → wirksame Einbeziehung Es gibt einige Situationen, die AGBs unwirksam machen. Inhalt unangemessen benachteiligt nicht klar verständlich Klauselverbote Fiktion des Zugangs Unangemessene Frist Verletzung von Leben, Körper, Gesundheit Laufzeit AGBs gelten nicht zwischen zwei juristischen Personen. Für Arbeitsverträge sind Besonderheiten des Arbeitsrechtes zu berücksichtigen. Im elektronischen Geschäftsverkehr muss der Zugang einer Willenserklärung unverzüglich bestätigt werden. Die AGB müssen bei Vertragsschluss abgerufen werden können. Außerdem muss es einen Hinweis auf die Geschäftszeiten geben. Stellvertretung Die Voraussetzungen einer wirksamen Stellvertretung sind ein wirksamer Vertrag / Willenserklärung handeln im Sinne des Vertretenden Vertreter hat Vertretungsmacht Im fremden Namen kann man ausdrücklich oder durch gegebene Umstände (schlüssig) handeln. Die Vertretungsvollmacht ist die Fähigkeit, wirksame Rechtsgeschäfte für einen anderen abzuschließen. Dabei kann die Vertretungsmacht aus dem Gesetz bestimmt sein (Sorgeberechtigter) oder von dem Vertretenden durch eine Willenserklärung übertragen worden sein (Vollmacht). Eine Vollmacht soll auf dem selben Weg widerrufen werden, wie sie auch übertragen wurde.Produzentenhaftung Jeder, der etwas herstellt, ist ein Produzent. Er haftet für alle Schäden, die sein Produkt auslöst. Es können verschiedene Fehler auftreten: Konstruktionsfehler → Fehler in der Planung und Entwicklung Fabrikationsfehler → Herstellungsphase, maschinelles und menschliches Versagen Instruktionsfehler → Bau- und Bedienungsanleitung → auch sachfremder Gebrauch Außerdem hat der Produzent eine Beobachtungspflicht. Er muss das Produkt nach Markteinführung beobachten und bei Problemen den Rückruf einleiten. Ansonsten muss er Schadensersatz zahlen.Prokura Voraussetzung für eine wirksame Prokura Erteilung Kann nur von Kaufmann/Kauffrau erteilt werden Die Prokura kann nur durch eine ausdrückliche Erklärung übertragen werden Kann nur an eine natürliche Person erteilt werden Eintragung im Handelsregister hat rein erklärende Funktion. Sie ist wirksam nachdem eine gültige Erklärung gegen über dem Prokuristen. Dadurch erhält der Prokurist die volle Vertretungsmacht. Umfang der Prokura Prokura ist die Vertretungsmacht mit dem größten Umfang den es gibt. (Generalvertretungsmacht).Beispiel der Falllösung 1. Was ist passiert? → Beispiel: Ein Mann möchte bei Media Markt einen Fernseher kaufen. Er stürzt über eine lockere Bodenfliese auf dem Weg zu den Fernsehern und bricht sich das Bein. Nun möchte er Media Markt verklagen. 2. Obersatz bilden Wer will was von wem woraus ? Der Mann will Schadensersatz von Media Markt wegen Verletzung der Nebenpflichten eines Vertrages. 3. Ist der Vertrag zu Stande bekommen? → Nein, der Mann hat keinen Fernseher gekauft. Er befand sich in der Anbahnungsphase. 4. Gelten Nebenpflichten auch in der Anbahnungsphase? → Ja, so kann er sich auf diese berufen. 5. Welche Nebenpflicht(en) wurde(n) verletzt? → Sorgfaltspflicht (Fliese als Gefahrenquelle) → Aufklärungspflicht (z.B. fehlendes Warnschild) 6. Kann der Mann so Schadensersatz verlangen? → Ja.Prüfungsvorbereitung Privatrecht / Öffentliches Recht 1. Worin liegt der Unterschied zwischen öffentlichem und privatem Recht? Beim öffentlichen Recht hat man ein Über- (Staat) und Unterordnungsverhältnis (Bürger). Es beinhaltet Gebote und Verbote. Bei Nichteinhaltung führt es zu Sanktionen. Staat gegen Bürger. Beim zivilen Recht sind alle Personen auf Augenhöhe. Sie haben gegenseitige Rechte und Pflichten (Ansprüche und Forderungen). Bürger gegen Bürger. Alle auf einer Höhe. Gleiche Rechte. Wirtschaftsrecht gehört zum zivilen Recht. Personen 2. Was sind natürliche Personen? Alle Menschen ohne Ausnahme. Eine natürliche Person hat einen Namen und einen Wohnsitz. 3. Was sind juristische Personen? Zusammenschluss von natürlichen und/oder juristischen Personen mit/ohne Kapital, um ein gemeinsames Ziel/Zweck zu verfolgen (Ziel/Zweck genau formulieren). Bei Kapitalgesellschaften ist ein Mindestkapital erforderlich, bei Personengesellschaften nicht. Eine juristische Person ist nur mit einer natürlichen Person handlungsfähig. Sie hat eine Firma (Name im Handelsregister) und einen Sitz. (Bsp.: Ein Konzern ist der Zusammenschluss mehrerer juristischer Personen) 4. Was kennzeichnet alle juristischen Personen? Sie sind immer ein Zusammenschluss von natürlichen und/oder juristischen Personen mit/ohne Kapital, um ein gemeinsames Ziel/Zweck zu verfolgen (Ziel/Zweck genau formulieren). 5. Was bedeutet Rechtsfähigkeit? Fähigkeit von Personen Rechte und Pflichten zu haben. 6. Wann beginnt und wann endet die Rechtsfähigkeit einer natürlichen Person? Mit der Geburt und dem Tod. 7. Wann beginnt und wann endet die Rechtsfähigkeit einer Personengesellschaft? Mit der Gründung und der Auflösung. 8. Wann beginnt und wann endet die Rechtsfähigkeit einer Kapitalgesellschaft? Mit der Eintragung und der Austragung. Sache/Rechte 9. Was sind Sachen? Körperliche Gegenstände. Man kann ihn anfassen. Zwei Unterarten: Beweglich und unbeweglich. 10. Was bedeutet Besitz? Dass man die tatsächliche Gewalt über eine Sache hat. 11. Was bedeutet Eigentum? Dass man die rechtliche Gewalt über eine Sache hat. 12. Was sind Rechte? Nicht körperliche Gegenstände. Man kann sie nicht anfassen. Bsp.: Lizenzen, Software 13. Wie überträgt man Rechte? Durch Abtretung. 14. Was sind Tiere rechtlich? Sie sind keine Sachen, werden aber wie solche behandelt. Rechtsgeschäfte/Vertrag KOMMT AUF JEDEN FALL 15. Wie unterteilt man Rechtsgeschäfte? Es gibt einseitige und mehrseitige Rechtsgeschäfte. Bei einem einseitigen Rechtsgeschäft gibt es nur eine Willenserklärung. Bei einer mehrseitigen gibt es mindestens zwei übereinstimmende Willenserklärungen. 16. Wie kommt ein Vertrag zustande? Durch mindestens zwei übereinstimmende Willenserklärungen. 17. Was versteht man unter Dissens? Wenn die Willenserklärungen nicht übereinstimmen, spricht man von Dissens, ansonsten von Konsens. 18. Welche Arten von Bedingungen sind bei einem Rechtsgeschäft möglich? Aufschiebende Bedingung: Die Wirksamkeit des Rechtsgeschäfts entsteht erst in der Zukunft, wenn die Bedingung eintritt. Auflösende Bedingung: Das Rechtsgeschäft wird wirksam, löst sich aber auf wenn die Bedingung eintritt. 19. Welche Arten der Zustimmung gibt es? Es gibt zwei Arten von Zustimmung: (vor Rechtsgeschäft) Einwilligung, (nach Rechtsgeschäft) Genehmigung Willenserklärung 20. Was ist eine Willenserklärung? Die Erklärung einer Person sich rechtlich binden zu wollen. 21. Wie bestimmt man den Inhalt einer Willenserklärung? Wichtig ist, dass der Inhalt und nicht der buchstäbliche Wortlaut aus Sicht eines objektiven Beobachters erforscht wird. § 130 Auslegung (BGB) 22. Was heißt „ausdrücklich“? Eine Willenserklärung kann ausdrücklich erfolgen, wobei das juristische Wort zu benennen ist: Kündigung, Einwilligung 23. Was heißt „schlüssig“? Sie kann aber auch schlüssig aus dem Verhalten der Person und den Umständen entnommen werden: Vertragsende, Einverständnis 24. Was bedeutet Schweigen im juristischen Sprachgebrauch? Schweigen heißt nicht sagen und nichts tun. Daher kann Schweigen keine Willenserklärung sein. 25. Kommt durch Schweigen ein Vertrag zustande? Durch Schweigen kommt kein Vertrag zustande. Ausnahme: Kaufmännisches Bestätigungsschreiben. Beim Erhalt eines solchen Schreibens und folgendem Schweigen, wird dieses als Zustimmung gewertet. 26. Ist eine Anzeige in der Tageszeitung ein Angebot? Eine Anzeige in der Zeitung oder im Internet ist kein Angebot, da man nicht weiß, an wen man sich bindet. Deswegen gibt es zu dem Zeitpunkt noch keinen Bindungswillen. Es ist nur eine Einladung, eine Willenserklärung abzugeben (invitatio ad offerendum). Auch wenn Angebot dort steht: Umstände erforschen, nicht am Wortlaut hängen bleiben. Bsp.: Speisekarten im Restaurant, eBay Kleinanzeigen, Schaufensterwerbung 27. Ist das Einstellen einer Sache bei eBay ein Angebot? Bei der Auktion in eBay handelt es sich um ein Angebot. Es ist die Willenserklärung, an den Höchstbietenden zu verkaufen. 28. Wann wird eine Willenserklärung wirksam? Die Willenserklärung wird bei Zugang wirksam, sie muss in den persönlichen Bereich der Person gelangen, sodass sie davon unter vernünftigen Umständen Kenntnis nehmen kann. Dies gilt aber nur zu den normalen Arbeitszeiten bzw. Öffnungszeiten der Person. 29. Bis wann gilt bei Einwurf in den Briefkasten eine Willenserklärung noch am selben Tag als zugegangen? Bis 18 oder 20 Uhr. Von Fall zu Fall zu entscheiden. Bei Unternehmen sind die Öffnungszeiten die Grundlage. Form 30. Was heißt „schriftlich“? In Worten niedergelegt, mit der Hand unterschrieben (nur original). 31. Entspricht eine E-Mail der Schriftform? Nein weil sie nicht handschriftlich unterschrieben ist zum Zeitpunkt des Zugangs. 32. Was ist der Unterschied zwischen Schriftform und Textform sowie elektronischer Form? WIRD NICHT GEFRAGT 33. Was heißt notarielle Beglaubigung? Der Notar ist bei der Unterschrift dabei und bestätigt, dass es sich um die richtigen Personen handelt. Überprüft also den Ausweis und bestätigt damit die Identität. 34. Was heißt notarielle Beurkundung? Notar berät, erklärt und steht für alle Beteiligten bei Rechtsfragen zur Verfügung. 35. Was ist die Folge, wenn die Form nicht eingehalten wird? Wenn die Form nicht eingehalten wird, gilt der Vertrag/die Willenserklärung als nichtig. Vertragspflichten/AGB 36. Was sind Allgemeine Geschäftsbedingungen Allgemeine Geschäftsbedingungen sind für eine Vielzahl vorformulierter Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei einer anderen stellt. 37. Ab wann gelten AGB? Ab Vertragsschluss. Es muss ein ausdrücklicher oder deutlich sichtbarer Hinweis am Orte des Vertragsschlusses vorhanden sein. Kenntnisnahme auch mit Behinderung (z.B. Schild klein genug für kleine Menschen). Einverständnis → wirksame Einbeziehung 38. Wann sind AGB unwirksam? § 307 Inhaltskontrolle (BGB) Es gibt einige Situationen, die AGBs unwirksam machen. Inhalt: unangemessen benachteiligt, nicht klar verständlich Klauselverbote: Fiktion des Zugangs; Unangemessene Frist; Verletzung von Leben, Körper, Gesundheit; Laufzeit 39. Welche Pflichten gibt es in einem Vertrag? In einem Vertrag gibt es immer Hauptpflichten und Nebenpflichten. 40. Wie entstehen die Hauptpflichten in einem Vertrag? Die Hauptpflichten werden bei Vertragsschluss von beiden Vertragspartnern ausgehandelt. 41. Welche Nebenpflichten gibt es im Vertrag? Die Nebenpflichten sind automatisch in jedem Vertrag enthalten. Sie gelten bereits in der Anbahnungsphase des Vertrages (Culpa in contrahendo, c.i.c.), auch wenn er doch nicht zu Stande kommt. 42. Beschreiben Sie die Sorgfaltspflicht? Gefahrenquellen vermeiden (z.B. hochstehende Fliese, nasser Boden). 43. Beschreiben Sie die Aufklärungspflicht? Hinweis auf Gefahrenquellen (z.B. 'Vorsicht, frisch gewischt!'). 44. Beschreiben Sie die Obhutspflicht? Gesteigerte Sorgfaltspflicht. Aufpassen auf Eigentum (z.B. Garderobe). Viele befreien sich durch das Schild 'für Garderobe keine Haftung' von der Obhutspflicht. 45. Welche Pflichten hat ein Unternehmen, wenn es Verträge im elektronischen Geschäftsverkehr abschließen will? KOMMT NICHT DRAN Anfechtung KOMMT NICHT DRAN 46. Wozu dient die Anfechtung?47. Wann liegt ein Erklärungsirrtum vor?48. Wann liegt ein Inhaltsirrtum vor?49. Wann liegt ein Eigenschaftsirrtum vor?50. Was sind Eigenschaften?51. Nennen Sie Eigenschaften einer beweglichen Sache.52. Nennen Sie Eigenschaften einer unbeweglichen Sache.53. Nennen Sie Eigenschaften einer natürlichen Person.54. Nennen Sie Eigenschaften einer juristischen Person.55. Wann liegt ein Übermittlungsfehler vor?56. Wird die Anfechtung automatisch wirksam?57. Wer ist der richtige Anfechtungsgegner?58. Wie lautet die Anfechtungsfrist? 59. Was heißt „ohne schuldhaftes Zögern“? Unverzüglich. Stellvertretung 60. Nennen Sie die Voraussetzungen einer wirksamen Stellvertretung. Die Voraussetzungen einer wirksamen Stellvertretung sind ein wirksamer Vertrag / Willenserklärung handeln im Sinne des Vertretenden Vertreter hat Vertretungsmacht 61. Wie handelt man in fremdem Namen? Im fremden Namen kann man ausdrücklich oder durch gegebene Umstände (schlüssig) handeln. 62. Definieren Sie Vertretungsmacht? Die Vertretungsvollmacht ist die Fähigkeit, wirksame Rechtsgeschäfte für einen anderen abzuschließen. 63. Welche Arten der Vertretungsmacht gibt es? Die Vertretungsmacht kann aus dem Gesetz bestimmt sein (Sorgeberechtigter) oder von dem Vertretenden durch eine Willenserklärung übertragen worden sein (Vollmacht). 64. Was ist die Vollmacht? Eine von dem Vertretenden durch eine Willenserklärung übertragene Vertretungsmacht (Vollmacht). 65. Was heißt Innenvollmacht? Man gibt dem jenigen der vertritt die Vollmacht. 66. Was heißt Außenvollmacht? Man gibt dem jenigen, mit dem der Vertreter Rechtsgeschäfte tätigen soll, die Vollmacht. 67. Wie wird eine Vollmacht widerrufen? Eine Vollmacht muss auf dem selben Weg widerrufen werden, wie sie auch übertragen wurde. Innenwiderruf, Außenwiderruf Rücktritt 68. Nennen Sie die Voraussetzungen für einen Rücktritt vom Vertrag. Wenn der Schuldner eine Leistung nicht oder nicht zufriedenstellend erbringt oder eine Pflicht verletzt, kann man vom Vertrag zurücktreten. Zuvor muss man dem Schuldner die Chance zur Nacherfüllung innerhalb einer angemessenen Frist geben. 69. Was bedeutet „angemessene Frist“? Unbestimmt. Es kommt drauf an. 70. Wann ist eine Fristsetzung nicht erforderlich? Muss nicht gesetzt werden bei Fixgeschäften (Leistungszeit wird festgelegt). Bei einem Fixgeschäft wird eine Frist oder ein Termin im Vertrag gesetzt. 71. Wie erklärt man den Rücktritt? Ausdrücklich oder schlüssig. Verzug 72. Wodurch kommt ein Vertragspartner grundsätzlich in Verzug? Indem er durch eine Mahnung ausdrücklich oder schlüssig in Verzug gesetzt wird. 73. Wann ist eine Mahnung nicht erforderlich? Wenn ein Fixgeschäft vorliegt; Bei einer Geldforderung 30 Tage nach Zugang der Rechnung. 74. Unter welcher Voraussetzung kommt der Schuldner einer Geldforderung in Verzug? Bei einer Geldforderung, 30 Tage nach Zugang der Rechnung. 75. Wie hoch sind die Verzugszinsen? § 288 Verzugszinsen und sonstiger Verzugsschaden (BGB) Die Verzugszinsen liegen 5% bzw. zwischen Unternehmen 9% über dem Basiszins. 76. Kann man noch mehr als die gesetzlich festgelegten Zinsen verlangen? Wenn der Gläubiger wegen Zahlungsschwierigkeiten einen Kredit aufnehmen muss und der Zinssatz höher ist, kann man diesen höheren Zinssatz vom Verzugsschuldner verlangen. 77. Was gehört zum Verzugsschaden? Die Verzugszinsen. Außerdem zum Verzugsschaden gehören alle Gerichtskosten, Anwaltskosten und Material. Personalkosten gehören nicht dazu. 78. Unter welchen Voraussetzungen kann man vertraglichen Schadensersatz verlangen? Bei der Verletzung einer Vertragspflicht. Es sei denn der Vertragspartner kann sich entschuldigen. Das kann jedoch nur beim Einwirken von höherer Gewalt der Fall sein (Naturkatastrophen). 79. Welche Rechtsgüter werden im außervertraglichen Schadensersatzrecht geschützt, welche nicht? Leben, Körper oder Gesundheit. 80. Welche wirtschaftsrelevanten Schutzgüter gibt es?81. Was bedeutet Verschulden?82. Wie definiert man Vorsatz und Fahrlässigkeit?83. Kann ein Arbeitgeber für seinen Mitarbeiter haften?84. Womit kann sich der Arbeitgeber exkulpieren (entschuldigen)? 85. Haftet man für Schäden, die ein Tier einem anderen zufügt? Produzentenhaftung 86. Unter welchen Voraussetzungen haftet ein Produzent?87. Wer ist Produzent88. Was ist ein Konstruktionsfehler?89. Was ist ein Fabrikationsfehler?90. Was ist ein Instruktionsfehler?91. Was beinhaltet die Beobachtungspflicht? HGB Wann ist eine Person ein Kaufmann? Wenn er ein Handelsgewerbe betreibt. Was ist ein Handelsgewerbe? Ein Gewerbe, das nach Art oder Umfang kaufmännisch eingerichtet ist. Was ist ein Gewerbe? Wenn man selbstständig arbeitet und eine Gewinnerzielungsabsicht hat. Weitere Kriterien: Planmäßigkeit, nach außen erkennbar, auf Dauer eingerichtet (nicht spontan und vorübergehend). Welche Tätigkeiten sind kein Gewerbe, auch wenn sie alle Voraussetzungen dafür erfüllen? Alles wo eine Kammer dran ist. Freie Berufe. Mediziner, Rechtsanwalte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer. Auch Wissenschaft und Kunst gehören dazu. Wenn ein gewisses Gewerbe nach Art oder Umfang eine gewisse Größe erreicht hat, ist es ein Handelsgewerbe Welche Kriterien gehören zum Begriff der Art? Qualität der Tätigkeit. Bsp.: Umfangreiche Produktpalette, Hohe Qualifikation der Mitarbeiter, ... Kriterien für den Umfang des Gewerbes? Quantitativ: Umsatz, Anzahl der Mitarbeiter, Anzahl der Filialen, Größe des Fuhrparkes Hat das Schweigen bei Kaufleuten eine Bedeutung? Verweis auf Schweigen bei einem kaufmännischen Bestätigungsschreiben Was ist die Firma? Der Name des Kaufmanns/Unternehmens Was ist Prokura? Eine kaufmännische Vertretungsmacht. Umfang der Prokura: Generalvertretungsmacht. Wie erteilt man Prokura? Nur Kaufleute dürfen Prokura erteilen. Und zwar nur an natürliche Personen. Sie kann nur ausdrücklich erklärt werden. Eine Eintragung der Prokura im Handelsregister hat eine rein erklärende Funktion. Sie ist bereits durch die Erfüllung der ersten drei Voraussetzungen gültig. Kann man den Umfang der Prokura beschränken? Ja, aber sie gilt nicht gegenüber dritten. Sondern nur im Innenverhältnis und führt bei Missachtung zu einem Schadensersatzanspruch vom Kaufmann gegenüber dem Prokuristen. (§ 280 BGB) Wie nennt man ungeschriebene Regeln unter Kaufleuten? Handelsbräuche: Nichts geschriebenes. Bsp.: Handschlag, Arbeiten lieber mit Schiedsgerichten, INCO-Terms sind ebenfalls Handelsbräuche